Als ich 2014 mit dem Motorrollerfahren anfing, hatte mein 125er Honda SH „satte“ 11,2 PS.
Mit seinen 16-Zoll-Rädern war er sehr fahrstabil und sogar außerhalb der Stadt durchaus „sportlich“ zu bewegen.



Und so schloss ich mich damals den Alster-Rollern an und erlebte Tausende Kilometer mit dem kleinen Honda SH. Insgesamt wurden es rund 30.000 Kilometer.
2018 machte ich den A2-Führerschein und stieg auf den Yamaha XMAX 300 um. Seine 28 Pferde und 29 Nm hoben mich in eine andere Dimension.
Der XMAX 300 und ich – das war echte Liebe. Sein toller Motor mit 28 PS reichte mir völlig aus. Rund 24.000 Kilometer Fahrerfahrung und viele schöne Erlebnisse sprechen für sich.




Da ich mich aber als „Motorrad“-Frischling auch einmal ausprobieren wollte und ein persönlicher Schicksalsschlag meine Lebenssituation schlagartig veränderte, erfüllte ich mir schließlich meinen Traum vom Yamaha TMAX 560. Mit 48 PS und 55 Nm.
Und ich begann zu ahnen, warum so viele Fahrer von immer mehr PS fasziniert sind. Ich bin es auch.
Allerdings mit einer Einschränkung: Mir genügen die 48 PS vollkommen. Mit deutlich mehr Leistung wäre ich vermutlich irgendwann nicht mehr Herr über die Beschleunigung und mein altersbedingt nachlassendes Reaktionsvermögen wäre damit schlicht überfordert.
Mittlerweile bewege ich meinen TMAX auch gerne gemächlich. Denn schnelles und zügiges Fahren hängt nicht allein von PS und Nm ab.
Sehr oft bin ich gemeinsam mit Fahrzeugen unterwegs, die um die 28 PS und mehr haben. Wir kommen alle miteinander klar und in den meisten Situationen reicht diese Leistung völlig aus. Im unteren Geschwindigkeitsbereich sowieso.
Und was ein guter Fahrer selbst mit 15 PS am Kyffhäuser kann, hat uns Manuel eindrucksvoll gezeigt. Da konnten X-ADV und TMAX kaum mithalten.
Meiner Meinung nach lassen wir uns vom Marketing manchmal ganz schön kirre machen und spielen diesen PS-Wahn bereitwillig mit.




Nach nun 55.000 Kilometern mit meinem TMAX 560 komme ich zu dem Schluss, für mich die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Und mein nächster Roller könnte durchaus ein Honda ADV 350 werden.
Leicht, wendig – und schnell genug.
Manchmal ist weniger eben mehr: mehr Lebensgenuss, mehr Entschleunigung und vielleicht auch ein Stück mehr Sicherheit.
In diesem Sinne: dLzG!