Es gibt Menschen, mit denen verbringt man nicht viel Zeit.
Andrea und ich hatten etwas über ein Jahr – mehr nicht. Und doch hat sie tiefe Spuren in mir hinterlassen.
Andrea war eine Naturgewalt: groß, kräftig und voller Gefühl.
Und dann kommt da so ein Arschloch um die Ecke – namens Krebs. Ein richtig mieses Arschloch: Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Im September 2024 haben wir angefangen, über das zu sprechen, was da kommen wird.
Schon dieser erste Tag – beim Eis in der Eis-Liebe und unsere Fahrt nach Bad Segeberg an den See – war groß und emotional.
Eine ihrer Fragen damals war, ob man sie vergessen wird. Ich konnte schon da sagen: Niemand wird vergessen. Und dass es im Herzen mehr als einen Platz geben kann.
Es folgten Monate voller Mut und Zuversicht, aber auch Rückschläge – und schließlich unser letztes Gespräch. Bei Andrea im Krankenhaus.
Ich hatte mir Zeit genommen, keine weiteren Termine an diesem Tag.
Wir sprachen über fünf Stunden. Andrea erzählte mir aus ihrem Leben – wild, bewegt, verletzt. Von Liebe, Erfüllung und dem Danach.
Ich war tief bewegt von ihrer Klarheit und ihrem Mut. Von ihrem großen Herzen.
Nach unserem Gespräch schrieb ich zwei Songs: einen über Andrea, ihr Leben und ihre beiden großen Leidenschaften – Angeln und Motorroller – und einen über unser Thema am Krankenbett: Dass wir auf der anderen Seite wiedersehen, wen wir hier geliebt haben – und wer uns hier geliebt hat.
Und dann kam die Nachricht am 15.10.2025: „Andrea ist friedlich im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen.“
Gute Reise, Andrea – wir werden uns wiedersehen!












