Roller-Blog

Frauen auf dem Motorroller

Frauen auf dem Motorroller sind noch immer eine Minderheit. Wer regelmäßig bei Rollertreffen, auf Touren oder an den bekannten Zweiradtreffpunkten unterwegs ist, braucht eigentlich keine Statistik: Männer sind klar in der Überzahl. Frauen auf dem eigenen Roller gehören zwar längst ganz selbstverständlich dazu, sind aber immer noch deutlich seltener.

Doch wie groß ist der Unterschied tatsächlich?

Nicht einmal jeder fünfte Roller geht an eine Frau

Aktuelle Zahlen des Industrie-Verbands Motorrad (IVM) zeigen für Deutschland ein ziemlich klares Bild. Bei den privaten Neuzulassungen von Januar bis Juli 2026 lag der Frauenanteil bei Motorrädern bei 15,7 Prozent, bei Rollern bei 17,4 Prozent.

Der Roller ist damit zwar etwas weiblicher als das Motorrad – der Unterschied ist aber erstaunlich klein.

Interessanter wird es, wenn wir genauer hinschauen. Denn Roller ist eben nicht gleich Roller.

Bei Fahrzeugen bis 125 cm³ ist der Frauenanteil deutlich höher. 2025 gingen gut 20 Prozent der privaten Neuzulassungen bis 125 cm³ an Frauen. Bei Fahrzeugen über 125 cm³ waren es dagegen lediglich 11,4 Prozent.

Ältere, speziell nach Rollerklassen aufgeschlüsselte Zahlen zeigen ein ähnliches Bild: Bei 125er-Rollern lag der Frauenanteil 2023 bei rund 22 Prozent, bei Großrollern über 125 cm³ dagegen bei gerade einmal 9,7 Prozent.

Spätestens beim Maxi-Scooter wird es also ziemlich männlich.

Vespa funktioniert bei Frauen

Eine interessante Ausnahme ist Vespa. Die Vespa Primavera 125 war 2026 sogar das am häufigsten von Frauen neu zugelassene motorisierte Zweiradmodell in Deutschland.

Eine belastbare aktuelle Zahl, wie hoch der Frauenanteil bei Vespa insgesamt ist, gibt es allerdings nicht. Deshalb sollte man aus dem Erfolg einzelner Modelle nicht mehr herauslesen, als die Statistik tatsächlich hergibt.

Fest steht aber: Kleine und leichte Roller erreichen Frauen wesentlich stärker als die großen Hubraumklassen.

Und wie sieht es bei unseren Nachbarn aus?

Deutschland ist damit keineswegs ein Sonderfall.

In Frankreich liegt der Frauenanteil bei motorisierten Zweirädern ebenfalls ungefähr bei 15 Prozent. Auffällig ist auch dort die Vorliebe für kleinere Fahrzeuge: 69 Prozent der von Frauen gefahrenen motorisierten Zweiräder haben maximal 125 cm³.

In Spanien liegt der Frauenanteil bei Motorrädern, Rollern und Mopeds insgesamt bei ungefähr 16 Prozent. In den großen Städten kann das allerdings ganz anders aussehen. Barcelona kam in einer Erhebung beispielsweise auf rund 26 Prozent Frauen.

Für Italien, eigentlich eines der klassischen Roller-Länder Europas, fehlen dagegen überraschenderweise aktuelle und sauber vergleichbare nationale Zahlen zum Geschlecht der Rollerfahrer. Und bevor wir irgendwelche Zahlen aus unterschiedlichen Umfragen zusammenwürfeln, lassen wir die Lücke lieber stehen.

Warum werden große Roller so männlich?

Genau diese Frage finde ich eigentlich spannender als die nackten Prozentzahlen.

Denn vieles, was einen Motorroller auszeichnet, müsste Frauen genauso entgegenkommen wie Männern: Automatik, Wetterschutz, Stauraum und hohe Alltagstauglichkeit. Trotzdem sinkt der Frauenanteil deutlich, sobald Leistung, Gewicht und Hubraum steigen.

Vielleicht spielt das Fahrzeuggewicht eine Rolle. Ein 125er mit 130 oder 150 Kilogramm lässt sich beim Rangieren ganz anders handhaben als ein Maxi-Scooter mit weit über 200 Kilogramm. Dazu kommen Preis, Sitzhöhe und natürlich die Frage, wofür der Roller überhaupt genutzt wird.

Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht.

Frauen gehören zur Rollerszene – nur könnten es mehr sein

Die Zahlen bestätigen letztlich das, was wir auf unseren Touren und Treffen erleben: Frauen auf dem Roller sind keine Ausnahme, aber weiterhin deutlich in der Minderheit.

Und je größer die Roller werden, desto deutlicher wird dieser Unterschied.

Schade eigentlich. Denn beim Fahren zählt am Ende weder Geschlecht noch Alter. Entscheidend ist, ob man Freude am Roller hat, gerne unterwegs ist und vielleicht auch die Gemeinschaft mit anderen Rollerfahrern schätzt.

Und davon können wir in unserer Rollerszene eigentlich nie genug bekommen.

Keine Fotos zu sehen?

Mit Absicht!

Denn die mir bekannten Fahrerinnen sind in meinen beiden Blogs, hier auf Treffpunkt-Motorroller bei den Alster-Roller, in den Tourberichten zu sehen.

Wie viel PS braucht ein Maxi-Scooter?

Als ich 2014 mit dem Motorrollerfahren anfing, hatte mein 125er Honda SH „satte“ 11,2 PS.

Mit seinen 16-Zoll-Rädern war er sehr fahrstabil und sogar außerhalb der Stadt durchaus „sportlich“ zu bewegen.

Und so schloss ich mich damals den Alster-Rollern an und erlebte Tausende Kilometer mit dem kleinen Honda SH. Insgesamt wurden es rund 30.000 Kilometer.

2018 machte ich den A2-Führerschein und stieg auf den Yamaha XMAX 300 um. Seine 28 Pferde und 29 Nm hoben mich in eine andere Dimension.

Der XMAX 300 und ich – das war echte Liebe. Sein toller Motor mit 28 PS reichte mir völlig aus. Rund 24.000 Kilometer Fahrerfahrung und viele schöne Erlebnisse sprechen für sich.

Da ich mich aber als „Motorrad“-Frischling auch einmal ausprobieren wollte und ein persönlicher Schicksalsschlag meine Lebenssituation schlagartig veränderte, erfüllte ich mir schließlich meinen Traum vom Yamaha TMAX 560. Mit 48 PS und 55 Nm.

Und ich begann zu ahnen, warum so viele Fahrer von immer mehr PS fasziniert sind. Ich bin es auch.

Allerdings mit einer Einschränkung: Mir genügen die 48 PS vollkommen. Mit deutlich mehr Leistung wäre ich vermutlich irgendwann nicht mehr Herr über die Beschleunigung und mein altersbedingt nachlassendes Reaktionsvermögen wäre damit schlicht überfordert.

Mittlerweile bewege ich meinen TMAX auch gerne gemächlich. Denn schnelles und zügiges Fahren hängt nicht allein von PS und Nm ab.

Sehr oft bin ich gemeinsam mit Fahrzeugen unterwegs, die um die 28 PS und mehr haben. Wir kommen alle miteinander klar und in den meisten Situationen reicht diese Leistung völlig aus. Im unteren Geschwindigkeitsbereich sowieso.

Und was ein guter Fahrer selbst mit 15 PS am Kyffhäuser kann, hat uns Manuel eindrucksvoll gezeigt. Da konnten X-ADV und TMAX kaum mithalten.

Meiner Meinung nach lassen wir uns vom Marketing manchmal ganz schön kirre machen und spielen diesen PS-Wahn bereitwillig mit.

Nach nun 55.000 Kilometern mit meinem TMAX 560 komme ich zu dem Schluss, für mich die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Und mein nächster Roller könnte durchaus ein Honda ADV 350 werden.

Leicht, wendig – und schnell genug.

Manchmal ist weniger eben mehr: mehr Lebensgenuss, mehr Entschleunigung und vielleicht auch ein Stück mehr Sicherheit.

In diesem Sinne: dLzG!

Besuch der Rollerfreunde Prignitz in Schleswig-Holstein

Der Termin stand für die Rollerfreunde Prignitz schon eine Weile fest. Ihr Ziel war Haithabu bei Schleswig.

Und selbstverständlich begrüße ich meine Rollerfreunde, wenn sie nach Schleswig-Holstein kommen.

Die drei sind noch im Museum Haithabu

Siegi von den Alster-Roller begleitete mich und gemeinsam fuhren wir nach Schleswig. Auch Michael von den Rollerfreunden Käffchentourern war mit ein paar Mannen vor Ort, um die Prignitzer in Empfang zu nehmen.

Angeführt von den Rollerfreunden Käffchentourern fuhren wir zuerst nach Friedrichstadt. Leider wurde das Wetter immer kommoder! Daher kein Sightseeing – Kopfsteinpflaster und Sprühregen sind einfach keine gute Kombination!

Nach Eis und Kaffee ging es, leider etwas umwegig, zum Eidersperrwerk.

Das Eidersperrwerk ist das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und schützt die Eiderniederung vor Sturmfluten der Nordsee. Es wurde 1973 in Betrieb genommen und ist mit seinen mächtigen fünf Sielöffnungen schon ziemlich beeindruckend. Und wer dort steht, merkt schnell: Wind gibt es hier meistens reichlich dazu!

Leckeres Backfischbrötchen – und dann ab nach Hause.

Und wie sagt man bei uns im Norden so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!“

Siegi und ich fanden: Das war wieder ein besonderer Tag!

Herz, was willst du mehr?!

Maxiscooter in Europa – warum Italien, Frankreich und Spanien anders ticken

Wer in Deutschland einen größeren Motorroller fährt, kennt die Diskussionen. Ist ein TMAX eigentlich noch ein richtiger Roller? Ist der Honda X-ADV nicht doch eher ein Motorrad? Und beim Dreirad wird die Diskussion dann teilweise endgültig grundsätzlich.

Schaut man nach Italien, Frankreich oder Spanien, stellt man schnell fest, dass größere Motorroller dort einen anderen Stellenwert haben.

Das hat durchaus Gründe.

Italien – hier muss sich der Roller nicht erklären

Italien ist wahrscheinlich das klassische Rollerland Europas.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Vespa und kleine Stadtroller. Auch große und leistungsstarke Roller gehören ganz selbstverständlich zum Straßenbild.

Wie deutlich der Unterschied ist, zeigen die italienischen Zulassungszahlen von 2025.

Allein vom Honda SH350 wurden 11.201 Fahrzeuge zugelassen. Der Honda X-ADV kam auf 7.737, der ADV350 auf 6.039, der Yamaha XMAX 300 auf 5.097 und selbst der große Yamaha TMAX auf 5.019 Fahrzeuge.

Zum Vergleich: Die BMW R 1300 GS, immerhin eines der erfolgreichsten Motorräder Europas, kam in Italien auf 3.977 Zulassungen.

Das zeigt ziemlich deutlich, welchen Stellenwert der Roller dort besitzt.

Ein TMAX oder X-ADV ist in Italien kein Fahrzeug, dessen Besitzer erst einmal erklären muss, warum er kein Motorrad fährt. Rund um den TMAX gibt es beispielsweise eine große Club-, Treffen- und Tuningszene.

Die grundsätzliche Akzeptanz des großen Rollers ist eine andere.

Frankreich – hier zählt vor allem der praktische Nutzen

Frankreich, insbesondere der Großraum Paris, ist noch einmal ein anderes Pflaster.

Hier spielt der Maxiscooter vor allem seine praktischen Vorteile aus. Viele Pendler kommen aus den Außenbezirken in die Städte und benutzen dabei Schnellstraßen und Autobahnen.

Ein größerer Roller passt dafür ziemlich gut: ausreichend Leistung, Automatik, Windschutz, Stauraum und trotzdem deutlich handlicher als ein Auto im dichten Stadtverkehr.

Eine Besonderheit Frankreichs sind die Dreiradroller.

Piaggio MP3 und Peugeot Metropolis sind dort wesentlich stärker im Alltag angekommen, als wir das aus Deutschland kennen.

Ein wichtiger Grund dafür ist das französische Führerscheinrecht. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Dreiradroller der Klasse L5e auch mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden. Voraussetzung sind unter anderem ein Mindestalter von 21 Jahren, mindestens zwei Jahre Besitz des Führerscheins Klasse B und eine siebenstündige praktische Ausbildung. Für bestimmte ältere Führerscheine beziehungsweise entsprechende Vorerfahrung gibt es Ausnahmen.

Damit wurde der Dreiradroller für eine große Gruppe von Autofahrern interessant.

Und genau deshalb würde ich die französische Dreiradszene auch nicht romantisieren. Der Erfolg hat nicht nur etwas mit besonderer Begeisterung für drei Räder zu tun. Es gibt dafür einen ganz handfesten praktischen und rechtlichen Grund.

Spanien – gemeinsam fahren gehört dazu

In Spanien wiederum fällt eine stark ausgeprägte Zweirad- und Clubkultur auf.

Natürlich gibt es auch dort markenbezogene Gruppen und unterschiedliche Interessen. Gemeinsame Ausfahrten haben aber einen hohen Stellenwert.

Dabei gehört zu einer Tour häufig mehr als nur das Fahren. Morgens treffen, gemeinsam losfahren, unterwegs frühstücken oder essen und anschließend weiter durch die Berge oder über die Landstraßen.

Das kommt unserer Vorstellung einer guten Rollertour eigentlich ziemlich nahe.

TMAX, XMAX, Forza oder andere Maxiscooter sind dabei nichts Ungewöhnliches. Das Klima hilft natürlich ebenfalls. Wer einen erheblichen Teil des Jahres fahren kann, entwickelt zwangsläufig eine andere Zweiradkultur als in einem Land, in dem für viele Fahrer spätestens im Oktober die Saison beendet ist.

Deutschland – der Maxiscooter bleibt eine Nische

Und damit sind wir bei uns.

Natürlich gibt es auch in Deutschland eine aktive Rollerszene. Es gibt Clubs, Freundeskreise, Foren, Facebook- und WhatsApp-Gruppen und gemeinsame Touren.

Trotzdem bleibt der große Motorroller im Vergleich zu Italien oder Frankreich eine Nische.

Hinzu kommt die bei uns recht ausgeprägte Trennung zwischen Motorrad und Motorroller.

Ein großer Roller wird gelegentlich noch immer als „Sofa“ oder „Plastikroller“ belächelt. Bei einem TMAX mit 47,6 PS oder einem X-ADV mit 59 PS ist diese Einordnung technisch zwar ziemlich überholt, sie hält sich trotzdem hartnäckig.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir deshalb versuchen sollten, aus einem Maxiscooter ein Motorrad zu machen.

Ein Motorroller ist kein Motorrad und muss auch keines sein.

Österreich – starke Zweiradkultur, aber anders verteilt

Österreich ist noch einmal etwas anders aufgestellt.

Dort gibt es eine ausgesprochen starke Vespa-Szene. Gleichzeitig besitzt das klassische Motorrad durch die Alpen und die vielen entsprechenden Strecken einen hohen Stellenwert.

Große Roller wie TMAX, XMAX, Forza oder Burgman gibt es natürlich ebenfalls. Eine Maxiscooter-Szene in italienischer Größenordnung entsteht daraus aber nicht.

Damit liegt Österreich in diesem Punkt näher an Deutschland als an Italien.

Und die Dreiräder?

Bei kaum einem Fahrzeug wird in unserer Szene so schnell über Zugehörigkeit diskutiert wie beim Dreiradroller.

Technisch gibt es selbstverständlich Unterschiede. Zwei Vorderräder verändern Gewicht, Lenkung und Fahrverhalten. Auch rechtlich sind Dreiräder teilweise anders eingestuft.

Trotzdem bleiben Piaggio MP3, Peugeot Metropolis oder Yamaha Tricity Fahrzeuge, die nach dem Grundkonzept eines Rollers gebaut sind.

Automatik, Durchstieg beziehungsweise rollertypische Ergonomie, Wetterschutz, Alltagstauglichkeit und Stauraum sind dieselben Argumente, mit denen auch Zweiradroller punkten.

Frankreich zeigt ziemlich eindrucksvoll, dass daraus kein Grundsatzproblem entstehen muss.

Was bleibt vom Vergleich?

Italien, Frankreich und Spanien lassen sich nicht einfach miteinander vergleichen und schon gar nicht auf Deutschland übertragen.

In Italien gehört der Roller seit Jahrzehnten zur Verkehrskultur. Frankreich hat einen starken Pendlerverkehr und zusätzlich besondere Voraussetzungen für Dreiradroller. Spanien besitzt eine ausgeprägte Zweirad- und Ausfahrtenkultur.

Deutschland und Österreich haben dagegen eine traditionell starke Motorradkultur. Große Motorroller bewegen sich daneben in einem erheblich kleineren Markt.

Was ich allerdings für überflüssig halte, ist die ewige Diskussion darüber, welches Fahrzeug nun höherwertiger oder „richtiger“ sein soll.

Ein 125er hat andere Möglichkeiten als ein 350er. Ein 350er fährt sich anders als ein TMAX oder Burgman 650. Und ein Dreirad wiederum bringt seine ganz eigenen Vor- und Nachteile mit.

Wir fahren einfach Roller. Punkt.

Parkgebühren für Motorroller

Parkgebühren für Motorroller? Manchmal muss man sich auch etwas gönnen!

Eigentlich ist es ein Thema, zu dem ich im Blog gar nicht groß Stellung beziehen wollte.

Seit vielen Wochen wird in den sozialen Medien teilweise gnadenlos gegen Parkplatzgebühren für Zweiräder wie Motorroller und Motorräder gewettert. Besonders der Fähranleger Lühe in Niedersachsen sorgt immer wieder für Diskussionen.

Da wird mit Boykott gedroht und es werden jede Menge Argumente gegen die Gebühren ins Feld geführt.

Das mag für jeden einzelnen Zweiradfahrer mehr oder weniger nachvollziehbar sein. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob er bereit ist, für einen Parkplatz zu bezahlen oder nicht. Aber es gibt auch kostenfreie Alternativen.

Ein weiterer kostenpflichtiger Hotspot für Motorroller- und Motorradfahrer ist der Hafen Kollmar. Auch dort gibt es die gleichen Diskussionen unter Bikern.

Ich möchte mich an dieser Stelle aber gar nicht mit all den Gegenargumenten beschäftigen.

Ich möchte einfach einmal meinen persönlichen Gedanken freien Lauf lassen.

Unser Hobby ist nun einmal nicht kostenlos

Mein Hobby ist das Motorrollerfahren und die Rollercommunity in Schleswig-Holstein und den angrenzenden Bundesländern.

Im Jahr fahre ich durchschnittlich rund 10.000 Kilometer mit meinem Roller. Der trinkt fleißig Benzin, braucht Reifen, Verschleißteile und seine Inspektionen sind auch nicht gerade ein Sonderangebot.

Und warum mache ich das?

Einfach aus Freude an meinem Hobby!

Über das Jahr verteilt fahre ich dabei natürlich auch verschiedene bekannte Treffpunkte für Motorrad- und Rollerfahrer an. Und wenn dort eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, benutze ich sie auch.

Gepflegte Anlagen, vernünftige Parkmöglichkeiten, Toiletten und gastronomische Angebote fallen schließlich nicht vom Himmel.

Kostenlos ist nicht automatisch besser

Ein kostenloses Beispiel möchte ich an dieser Stelle einmal ausdrücklich negativ hervorheben: den Zollenspieker Fähranleger.

Dort steht für die vielen Besucher ein einsames Dixi-Klo. Und dessen Zustand ist nicht immer etwas, woran man sich später gerne erinnert. Auf der anderen Elbseite in Hoopte sieht es mit der sanitären Infrastruktur auch nicht gerade üppig aus.

Kostenlos? Ja.

Aber ist das deshalb besser?

Für mich nicht.

Ich bin durchaus bereit, neben den vielen hundert Euro, die ich jedes Jahr für Benzin, Wartung und mein Hobby ausgebe, auch etwas für eine vernünftige Infrastruktur zu bezahlen.

Wenn dabei über ein ganzes Jahr vielleicht 100 Euro zusammenkommen, kann und möchte ich mir das leisten.

Oder anders gesagt:

Das gönne ich mir!

Wer soll es eigentlich bezahlen?

Ein weiteres Beispiel ist für mich das Coffee to Fly in Hamburg.

Auch dort kann man kostenlos parken. Extra Motorradparkplätze gibt es nicht und die gesamte Anlage einschließlich der Toiletten hat aus meiner Sicht schon bessere Zeiten gesehen.

Gleichzeitig sieht man dort immer wieder Besucher, die gar nichts vor Ort kaufen. Manche bringen ihre eigenen Getränke oder Lebensmittel mit, setzen sich damit auf die für die Gäste des Cafés bereitgestellten Sitzgelegenheiten und benutzen selbstverständlich auch die Toiletten.

Aber irgendjemand muss diese Toiletten reinigen.

Irgendjemand muss die Sitzgelegenheiten instand halten.

Irgendjemand muss Müll entsorgen und die Anlage pflegen.

Der Betreiber soll das alles bezahlen – für lau?

Ist das wirklich fair?

Parkgebühren für Zweiräder sind übrigens nichts Ungewöhnliches

Grundsätzlich gelten Parkregelungen in Deutschland auch für Motorräder und Motorroller. Ist ein Parkplatz gebührenpflichtig und gibt es keine besondere Ausnahme für Zweiräder, müssen auch wir bezahlen.

Am Lühe-Anleger werden aktuell für Motorräder 60 Cent je angefangene halbe Stunde beziehungsweise 3,60 Euro für ein Tagesticket verlangt.

Am Hafen Kollmar werden derzeit 3 Euro pro Tag für Pkw und Motorräder angegeben.

Natürlich kann man darüber diskutieren, ob jede Gebühr angemessen ist. Und selbstverständlich sollte ein Motorroller, der erheblich weniger Platz benötigt als ein Auto, bei der Gestaltung von Gebühren berücksichtigt werden.

Aber für mich gibt es einen entscheidenden Unterschied:

Ich bezahle nicht gerne fürs bloße Herumstehen. Für einen guten Treffpunkt mit vernünftiger Infrastruktur bin ich dagegen durchaus bereit, ein paar Euro auszugeben.

Mein Fazit

Wir geben viel Geld für unsere Motorroller und Motorräder aus.

Wir bezahlen für Benzin, Reifen, Inspektionen, Zubehör, Versicherungen und manchmal Dinge, die wir eigentlich überhaupt nicht brauchen – aber unbedingt haben wollen.

Und dann beginnt wegen zwei oder drei Euro Parkgebühr der große Aufstand?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich persönlich fahre lieber einen gepflegten Treffpunkt mit vernünftigen Parkmöglichkeiten, Gastronomie und einer sauberen Toilette an und bezahle dafür ein paar Euro, als irgendwo kostenlos zu stehen und mich anschließend über die Zustände zu ärgern.

Dabei interessiert mich gar nicht, ob und wohin die jeweiligen Parkgebühren von Kommunen oder Betreibern tatsächlich fließen. Ich stelle lediglich für mich fest: Dort, wo an den von mir besuchten Treffpunkten Gebühren verlangt werden, finde ich in der Regel auch eine vernünftige Infrastruktur vor. Gepflegte Anlagen, ordentliche Parkmöglichkeiten und saubere Toiletten sind mir persönlich ein paar Euro wert.

Ob die Gebühr genau dafür verwendet wird? Keine Ahnung – und für meine persönliche Betrachtung spielt das auch keine Rolle.

Denn manchmal muss man sich eben auch etwas gönnen.

Zum Beispiel eine saubere Toilette.

Man geizt ja sonst auch nicht!

Schreibt mir Eure Meinung gerne in den Kommentaren. Ich freue mich drauf!

Toleranz heißt nicht Beliebigkeit

„Wer nicht grüßt, ist respektlos.“

Solche und ähnliche Aussagen begegnen mir immer wieder in Blogs, Vlogs und Diskussionen rund um Motorrad, Motorroller, Dreirad, Trike oder Quad.

Dahinter steckt häufig ein für mich interessanter Wunsch: Man möchte von einer anderen Community – altdeutsch schlicht Interessengruppe – unbedingt anerkannt und respektiert werden.

Aber warum eigentlich?

Warum muss ich zum Beispiel als Motorrollerfahrer unbedingt von irgendeinem Motorradfahrer als „Biker“ akzeptiert werden?

Ich fahre Motorroller. Sehr gerne sogar. Dafür brauche ich weder eine andere Bezeichnung noch die Anerkennung einer anderen Fahrzeuggruppe.

Natürlich kann ich mit Motorradfahrern an einem Hotspot – altdeutsch Treffpunkt – zusammenstehen, einen Kaffee trinken, über Touren reden und gemeinsam lachen.

Oder auch nicht.

Beides ist für mich völlig in Ordnung.

Denn Respekt und Zugehörigkeit sind zwei verschiedene Dinge.

Respekt bedeutet für mich nicht nur, andere Menschen und ihre Fahrzeuge anzuerkennen. Respekt bedeutet genauso, die Grenzen anderer zu akzeptieren – auch wenn man diese Grenzen persönlich nicht teilt.

Wenn jemand nicht mit einem Motorroller zusammen fahren möchte: Okay! Damit habe ich überhaupt kein Problem.

Ich selbst fahre am liebsten mit Motorrollern zusammen. Auch bei den Alster-Rollern haben wir uns ganz bewusst als Motorroller-Gemeinschaft definiert. Zwei- und Dreiradroller gehören dabei für mich selbstverständlich zusammen.

Warum diese Abgrenzung? Ich möchte einfach keine Beliebigkeit!

Ich möchte Motorroller fahren – gemeinsam mit Menschen, die genau diese Leidenschaft teilen.

Andere können das vollkommen anders sehen und ihre Gruppen für Motorräder, Trikes, Quads oder gleich für alles öffnen. Wenn sie sich damit wohlfühlen, ist das doch wunderbar.

Ich möchte es für mich anders.

Identität entsteht für mich nicht nur dadurch, wer dazugehört, sondern zwangsläufig auch dadurch, was eine Gruppe nicht sein möchte.

Und damit bin ich wieder bei Grenzen und Respekt.

Niemand käme ernsthaft auf die Idee, einer reinen Frauen-Motorradgruppe vorzuwerfen, Männer „auszugrenzen“, weil sie unter sich fahren möchte. Und wer sich mit seinem Neufahrzeug einer Oldtimer-Ausfahrt anschließen möchte, wird ebenfalls verstehen müssen, dass dort bestimmte Voraussetzungen gelten.

Warum sollte dieses Prinzip bei Motorrollern plötzlich etwas mit mangelnder Toleranz zu tun haben?

Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber diskutieren, wer wen grüßt, wer sich „Biker“ nennen darf und von welcher Community wir unbedingt anerkannt werden möchten.

Ich jedenfalls brauche diese Anerkennung nicht.

Ich fahre Motorroller. Ich respektiere Menschen, die etwas anderes fahren. Und ich erwarte umgekehrt Respekt für meine Entscheidung, mich ganz bewusst abzugrenzen und mit Gleichgesinnten Motorroller fahren zu wollen.

Toleranz heißt für mich nicht Beliebigkeit.

Und Respekt bedeutet auch, Grenzen zu respektieren.

Mit dem Motorroller unterwegs

Wie viele Kilometer sollte eine schöne Tagestour eigentlich haben?

200 Kilometer? 300? Oder dürfen es auch 400 Kilometer sein?

Klar, moderne Maxi-Scooter wie TMAX oder Forza schaffen locker hunderte Kilometer. Aber „können“ und „wollen“ sind zwei verschiedene Dinge. Bei einer gemeinsamen Tour geht es nicht um den Tacho-Rekord, sondern um den Spaß, die Gemeinschaft und die Sicherheit.

Der ADAC nennt zwar Obergrenzen für Tagesetappen (z. B. 350 km auf Landstraßen oder 250 km im Gebirge), doch das sind Maxima bei idealen Bedingungen, keine Ziele. Hitze, Regen oder Verkehr kürzen die Strecke entsprechend. Das gilt auch für uns Scooter-Fahrer – auch wenn wir bequemer sitzen, lässt die Konzentration trotzdem nach. Zudem bedeuten 350 km mit Ampeln und Pausen schnell sieben bis acht Stunden Zeitaufwand. Mein Rat: Plant Touren lieber in Stunden als in Kilometern.

Was zu zweit klappt, dauert mit 20 Leuten ewig. Tankstopps, Toilettenpausen und das Sammeln an Ampeln kosten Zeit. Der ADAC sieht Gruppen bis zehn Personen als unproblematisch an; bei größeren Gruppen ist eine Aufteilung sinnvoll.

Für 10 bis 20 Teilnehmer empfehle ich daher 180 bis 220 Kilometer. Das ist die ideale Größe für einen entspannten Tag. Bei einer kleinen, erfahrenen Gruppe können es 250 km sein, bei sehr kurvigen Strecken reichen oft schon 180 km für ein erfülltes Erlebnis.

Die „Zwei-Stunden-Regel“ aus dem Auto ist für Zweiräder oft zu lang. Ich empfehle kurze Pausen alle 60 bis 90 Minuten. Und: Ein echter Stopp bedeutet Absteigen und Bewegen, nicht nur kurz tanken. Dass Fitness und Erfahrung mehr zählen als das reine Alter (so das ifz), ist schön und gut – dennoch planen wir so, dass wirklich jeder entspannt mithalten kann.

Wenn die Konzentration sinkt und man sich nur noch durch die letzten 80 km „beißt“, ist die Tour zu lang. Wir müssen nichts „durchziehen“. Mir ist völlig egal, ob es am Ende 187 oder 301 Kilometer waren. Hauptsache, wir hatten Zeit für einen Kaffee, gemeinsamen Spaß und kommen alle sicher heim.

Eine gute Tour endet nicht mit „Endlich geschafft!“, sondern mit: „Schade, schon vorbei!“

Quellen

ADAC: Empfehlungen zur Streckenlänge und zu Pausen bei Motorradtouren
ADAC: Empfehlungen zum Motorradfahren in Gruppen
Institut für Zweiradsicherheit (ifz): Untersuchungen zur körperlichen und psychischen Belastung beim Motorradfahren

Mit Kasi on Tour

Kasi hatte über seinen Kanal „Kasi on Tour“ wieder zu einer offenen Ausfahrt eingeladen – und dafür richtig Arbeit investiert.

Eine abwechslungsreiche, hervorragend zu fahrende Strecke, sorgfältig ausgewählte Zwischenstopps und perfektes Sommerwetter mit bis zu 24 °C sorgten für beste Voraussetzungen. Besser hätten die Bedingungen kaum sein können.

Startpunkt war die Shell-Tankstelle in Reinbek – inzwischen ein beliebter Treffpunkt für die Teilnehmer von Kasi on Tour.

Mit über 20 Motorrollerfahrern ging es zunächst Richtung Schloss Tremsbüttel. Erfreulich war, dass die Alster-Roller wieder mit einer großen Gruppe vertreten waren und Kasi damit bei seiner offenen Tour zahlreich unterstützten.

Gleichzeitig bot die erste Pause die Gelegenheit, einige neue Fahrer kennenzulernen, die zum ersten Mal oder nach längerer Zeit wieder dabei waren.

Anschließend führte die Tour weiter zum Fernmeldeturm Grabau. Dort herrschte reger Betrieb, denn der Platz ist auch bei Rennradfahrern ein beliebter Treffpunkt.

Zum Kaffee- und Kuchenstopp ging es anschließend zum wunderschönen Landgestüt Traventhal. Viele von uns waren überrascht, welche bislang noch unbekannten Perlen Schleswig-Holstein zu bieten hat.

Ich gönnte mir dort einen Kalten Hund – diesen klassischen Kekskuchen liebe ich einfach.

Weiter führte uns die Strecke unter anderem durch Steinbek, Söhren und Pöhls. Besonders reizvoll waren die Abschnitte durch die Feldmark. Allerdings verlangen die schmalen Straßen auch Aufmerksamkeit, denn Gegenverkehr kann dort schnell zur Herausforderung werden.

Obwohl gerade Erntezeit ist, hatten wir großes Glück und wurden kaum durch landwirtschaftliche Fahrzeuge aufgehalten.

Den gelungenen Abschluss der Tour hatte Kasi an der Grill-Station Mölln geplant. In gemütlicher Runde ließen wir dort den Tag ausklingen.

Abschluss im Mölln-Grill

Ein kleiner Tipp am Rande: Wer in der Nähe von Mölln einen wirklich leckeren und zugleich preiswerten Imbiss sucht, sollte dort unbedingt einkehren.

Irgendwann geht auch die schönste Tour zu Ende. Gemeinsam mit Siegi machte ich mich schließlich auf den Heimweg. Nach ca. 260 km reicht es dann auch…

Fazit

Eine rundum gelungene Tour mit einer tollen Strecke, angenehmer Atmosphäre und vielen netten Menschen. Dafür gibt es von mir ganz klar fünf von fünf Sternen – Chapeau!

So fährst Du richtig gute Kurven

Im Juni 2026 war ich mit den Alster-Rollern im Harz. Schnell zeigte sich, dass einige Mitfahrer große Probleme mit den Kurven hatten.

Man merkte, dass sie schlecht vorbereitet waren auf das, was sie im Harz erwartete. Nämlich schlicht und ergreifend: Kurven.

Daher hier ein paar Tipps für alle Interessierten, wie man Kurven angehen sollte.

Und dann heißt es: üben, üben und noch einmal üben. Und sich über jede gut genommene Kurve freuen!

Es gibt einen Satz, den fast jeder Rollerfahrer kennt:

„Ein Motorroller fährt dahin, wohin sein Fahrer blickt.“

Genau deshalb ist die Blickführung einer der wichtigsten Schlüssel für sicheres Kurvenfahren. Wer nur direkt vor das Vorderrad schaut, nimmt sich die Möglichkeit, die Kurve rechtzeitig zu lesen und sauber zu fahren.

Mein Tipp: Schaue in die Kurve, richte Deinen Blick weit voraus und bereits zum Kurvenausgang. Je weiter Du blickst, desto mehr Zeit hat Dein Gehirn, Informationen zu verarbeiten und die richtige Linie zu wählen.

Die drei wichtigsten Merksätze:

  • In die Kurve schauen
  • Blick weit voraus
  • Hinter die Kurve schauen

Kurvenfahren lernt man nicht durch Lesen, sondern durch Übung. Mit jeder sauber gefahrenen Kurve wächst die Erfahrung – und damit auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Fahr vorausschauend, fahr entspannt und genieße die Kurven.

Schräglage ist Dein Freund

Viele Fahrer haben Respekt vor Schräglage. Das ist völlig normal. Oft entsteht dadurch jedoch das eigentliche Problem: Der Roller oder das Motorrad bleibt zu aufrecht und die Kurve wird unnötig eng.

Wichtig zu verstehen: Nicht die Schräglage bringt Dich in Gefahr, sondern häufig die fehlende Schräglage.

Durch bewusstes Drücken des Lenkers auf der Kurveninnenseite neigt sich das Fahrzeug sauber in die Kurve. Der Fahrer bleibt dabei relativ aufrecht und behält jederzeit die Kontrolle. Diese Technik vermittelt Sicherheit und lässt gleichzeitig Reserven für unerwartete Situationen.

Die größte Hürde sitzt meist im Kopf. Unser Gefühl sagt uns oft, dass das Fahrzeug gleich umkippt. Die Physik sagt etwas anderes: Erst die richtige Schräglage sorgt dafür, dass die Kurve sauber gefahren werden kann.

Dabei hilft wieder die wichtigste Regel überhaupt:

Schaue dahin, wo Du hinfahren möchtest.

Wer auf den Fahrbahnrand, die Leitplanke oder ein Hindernis starrt, fährt oft genau dorthin. Wer dagegen weit durch die Kurve blickt, fährt ruhiger, flüssiger und sicherer.

Erfahrung, Blickführung und Vertrauen in die eigene Fahrtechnik sind die besten Mittel gegen Schräglagenangst.

Die Kurve beginnt im Kopf – und genau dort wird sie auch gemeistert.

Kurven nicht zu früh anschneiden

Ein häufiger Fehler in Kurven ist das zu frühe Einlenken. Viele Fahrer ziehen bereits am Kurveneingang nach innen und fühlen sich dort zunächst sicher.

Das Problem zeigt sich oft erst später: Die Kurve wird enger als erwartet und plötzlich reicht der Platz auf der eigenen Fahrspur nicht mehr aus. Jetzt müsste entweder stärker eingelenkt, mehr Schräglage gefahren oder die Geschwindigkeit deutlich reduziert werden.

Genau deshalb ist es sinnvoll, Kurven etwas später anzufahren und den Scheitelpunkt nicht zu früh zu setzen. Dadurch bleibt mehr Übersicht, mehr Reserve und mehr Platz für Korrekturen.

Kurz gesagt:

Lieber etwas später einlenken als zu früh. Das sorgt für mehr Sicherheit und einen ruhigeren Kurvenverlauf.


PS: Üben kannst Du auch sehr gut bei uns in Schleswig-Holstein, denn nach jeder Geraden muss auch eine Kurve kommen. Gerade einfache Kurven lassen sich leicht üben!

Natürlich gibt es auch gute Lehrvideos bei Youtube. Zum Beispiel:

Du kennst ein paar tolle Kurvengebiete in Schleswig-Holstein? Dann lasse Deine Tipps in den Kommentaren!


Clubtreffen mit den Rollerfreunden Prignitz

Ein Tag, wie man ihn sich wünscht

Es gibt diese Tage, an denen einfach alles passt. Die Menschen, das Wetter, die Strecke und die Ziele unterwegs. Genau so ein Tag war es.

Ursprünglich war einmal ein größeres Treffen angedacht. Am Ende entschieden sich die Alster-Roller und die Rollerfreunde Prignitz jedoch bewusst für ein reines Clubtreffen. Weniger Organisation, weniger Aufwand und dafür mehr Zeit für das, worum es uns eigentlich geht: gemeinsam unterwegs sein und eine gute Zeit miteinander verbringen.

Für die Alster-Roller begann der Tag in Tangstedt bei angenehmen 13 Grad. Insgesamt machten sich 16 Alster-Roller auf den Weg zum Schaalsee. Gemeinsam mit den Rollerfreunden Prignitz kamen später insgesamt 22 Motorroller zu diesem Treffen zusammen. Schon auf dem Weg nach Ratzeburg, unserem ersten Zwischenstopp, zeigte das Thermometer freundliche 19 Grad an. Besser kann ein Tourentag kaum beginnen.

Die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Rollerfreunden Prignitz war bei allen spürbar. Von Ratzeburg aus führte uns die Strecke durch eine wunderschöne Landschaft weiter zum Schaalsee. Allein dieser Abschnitt war die Anreise wert.

An der Schaalseefischerei angekommen, warteten unsere Freunde bereits auf uns. Und wie so oft zeigte sich: Gute Freundschaften brauchen keine großen Worte. Man freut sich einfach, wenn man sich nach einiger Zeit wieder begegnet.

Bei Fischbrötchen, Fischstullen und einer Tasse Kaffee wurde ausgiebig geschnackt, gelacht und erzählt. Genau diese Momente sind es, die solche Treffen besonders machen.

Anschließend übernahmen die Rollerfreunde Prignitz die Führung und lotsten uns über herrliche Nebenstrecken nach Boizenburg zum Eiscafé San Marco. Direkt am Marktplatz gelegen, bot sich dort die perfekte Gelegenheit für eine letzte gemeinsame Pause. Das Team vor Ort hatte trotz unseres größeren Aufgebots alles bestens im Griff.

Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu. Die Gruppen wurden kleiner, die Heimwege begannen. Während die meisten direkt den Weg nach Hause antraten, zog es einige noch in Richtung Zollenspieker.

Was bleibt, sind viele nette Gespräche, schöne Eindrücke und das gute Gefühl, einen rundum gelungenen Tag erlebt zu haben. Und ganz nebenbei zeigt ein Treffen mit 22 Motorrollern auch, wie lebendig und aktiv die Rollerszene im Norden ist.

Ein herzliches Dankeschön an die Rollerfreunde Prignitz und natürlich an alle, die dabei waren. Solche Tage sind es, die unser Hobby so besonders machen. 🛵☀️

Tausend Dank für die ganzen tollen Fotos!