Roller-Blog

7 Jahre Treffpunkt Motorroller

Und wieder über 10.000 Kilometer mehr auf der Uhr…

Das erste Highlight des Jahres war der MoGo Lübeck 2025 Ende April.
Gemeinsam mit den Alster-Roller und Kasi on Tour haben wir über 50 Großroller auf die Straße gebracht. Das Wetter war auf unserer Seite – so soll es sein!

Das zweite dicke Ding war dann das gemeinschaftlich organisierte Großrollertreffen am 11. Mai am Schaalsee. Neben Treffpunkt-Motorroller.de waren auch die Rollerfreunde Prignitz und Kasi on Tour beteiligt. Zusammen haben wir das Treffen zu einem vollen Erfolg gemacht – über 65 Großroller sprechen für sich! Für das nächste Jahr haben wir drei Orgas schon neue Ideen.

Nummero drei: unsere Vier-Tages-Tour mit den Alster-Rollern ins Weserbergland, ins Hotel Löwenherz. Zwölf Rollerverrückte gaben alles – Fahrspaß pur!

Doch das war noch längst nicht alles:
Die Alster-Roller feierten im Juni ihr 15-jähriges Bestehen. Chapeau!

Auch meine Freunde aus der Prignitz waren zu Besuch in Schleswig-Holstein – ein wunderbarer Ausflug. Und sie haben schon angekündigt, wiederzukommen!

Meine Touren zum Selenter See waren zwar oft von Regen begleitet, aber die Strecke ist jedes Mal die Fahrt wert. Genauso wie all die anderen kleinen Touren, die ich allein, in kleiner Runde oder zu zweit gefahren bin – etwa mit Christopher nach Boltenhagen.

Zwischendurch habe ich hier im Blog immer wieder meine Meinung zur Motorroller-Community kundgetan.

Und dann kam der traurigste Moment des Jahres:
Am 15. Oktober verstarb Andrea – viel zu früh, viel zu schnell.

Nicht nur in ihrem Sinne werde ich weitermachen, sondern für alle Motorroller-Verrückten, die Spaß an diesem großartigen Hobby haben.

Zum Schluss möchte ich noch eines sagen – weil es mich einfach freut:
All die Stinkstiefel des letzten Jahres haben dieses Jahr keine Rolle mehr gespielt. Sie haben der Szene zwar Schaden zugefügt, sie dadurch aber auch stärker gemacht. Heute spielen sie keine Rolle mehr – und das ist gut so.

Und 2026?
Da wird noch einiges passieren. Bleibt gespannt und neugierig!

Euer Uwe

Andrea, Danke!

Es gibt Menschen, mit denen verbringt man nicht viel Zeit.

Andrea und ich hatten etwas über ein Jahr – mehr nicht. Und doch hat sie tiefe Spuren in mir hinterlassen.

Andrea war eine Naturgewalt: groß, kräftig und voller Gefühl.

Und dann kommt da so ein Arschloch um die Ecke – namens Krebs. Ein richtig mieses Arschloch: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Im September 2024 haben wir angefangen, über das zu sprechen, was da kommen wird.

Schon dieser erste Tag – beim Eis in der Eis-Liebe und unsere Fahrt nach Bad Segeberg an den See – war groß und emotional.

Eine ihrer Fragen damals war, ob man sie vergessen wird. Ich konnte schon da sagen: Niemand wird vergessen. Und dass es im Herzen mehr als einen Platz geben kann.

Es folgten Monate voller Mut und Zuversicht, aber auch Rückschläge – und schließlich unser letztes Gespräch. Bei Andrea im Krankenhaus.

Ich hatte mir Zeit genommen, keine weiteren Termine an diesem Tag.
Wir sprachen über fünf Stunden. Andrea erzählte mir aus ihrem Leben – wild, bewegt, verletzt. Von Liebe, Erfüllung und dem Danach.

Ich war tief bewegt von ihrer Klarheit und ihrem Mut. Von ihrem großen Herzen.

Nach unserem Gespräch schrieb ich zwei Songs: einen über Andrea, ihr Leben und ihre beiden großen Leidenschaften – Angeln und Motorroller – und einen über unser Thema am Krankenbett: Dass wir auf der anderen Seite wiedersehen, wen wir hier geliebt haben – und wer uns hier geliebt hat.

Und dann kam die Nachricht am 15.10.2025: „Andrea ist friedlich im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen.“

Gute Reise, Andrea – wir werden uns wiedersehen!

Zum Aschberg

Der Aschberg ist eine 98 m ü. NHN hohe Erhebung im Naturpark Hüttener Berge in Schleswig-Holstein. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Ostsee. Über den Aschberg verläuft der Naturparkweg, der fünf Naturparks in Schleswig-Holstein für Wanderer verbindet.

Auf dem Aschberg

Aber ich wollte ja nicht wandern, sondern bei sonnigem Wetter und angenehmen 16 °C mit meinem TMax fahren!

Ich hatte mir keine besondere Route erarbeitet, sondern verließ mich auf die „Kurviger“-Einstellung meines Garmin-Navis. Mal ehrlich: Wenn ich bei Stufe drei (von vieren) fast nur über Bundesstraßen und Landstraßen geführt werde, kann man sich diese Funktion sparen. Bei Stufe vier wird man hingegen gerne mitten durch Städte geschickt – da wird dann jede Gasse mitgenommen. Sehr ungeil!

In Jevenstedt fiel mir eine Shell-Tankstelle ins Auge, die gleichzeitig als Baumarkt dient. Hinter dem Kassentresen findet man dort noch reichlich Platz für allerlei Baumarktartikel – so etwas habe ich noch nie gesehen!

Besondere Shell in Jevenstedt

Die Route selbst war nicht besonders aufregend, aber am Aschberg gab es dafür einiges zu sehen. Die Aussicht, die klare Luft und das Gefühl, auf einer der bekanntesten Erhebungen Schleswig-Holsteins zu stehen, machten den Stopp lohnenswert.

Die Rücktour führte mich wieder durch Sarlhusen. Dort gibt es einen Hof, bei dem die Kühe direkt an der Straße stehen und oft auch dort gefüttert werden. Ein kleines Stück Idylle am Wegesrand!

Ich liebe es, wenn die Kühe dort gerade gefüttert werden!

Natürlich wollte das Garmin, dass ich mal wieder (zum 1000. Mal) durch Bad Bramstedt fahre. Ich habe mich aber entschlossen, gleich nach Brokstedt links Richtung Hasenkrug abzubiegen. Tja, liebes Navi, das wäre eigentlich dein Job gewesen – und so wurde die Heimfahrt gleich viel interessanter.

Über Großenaspe ging es Richtung Bimöhlen und dann auf die A7 bei Bad Bramstedt.

Auf der Autobahn erwischte mich noch ein kurzer, fünfminütiger Regenguss. Dank guter Imprägnierung blieb ich trocken und rollte schließlich selig und zufrieden in Quickborn ein.

Und zum Schluss wieder ein Song von mir…

Über die Roller-Community

In der Vergangenheit habe ich oft erlebt, was passiert, wenn Motorradfahrer versuchen, sich in Rollergruppen einzubringen. Der Ton ändert sich. Der Fokus verschiebt sich. Auf einmal geht es um PS, Dominanz, Besserwisserei – nicht um Zusammenhalt, Rücksicht oder geteilte Freude. Ganze Gruppen wurden dadurch ins Wanken gebracht. Die Atmosphäre, die gewachsene Kultur – all das geriet unter Druck. Manche Gemeinschaft leidet heute noch an diesen Nachwirkungen.

Ich habe nicht etwas gegen Motorräder. Viele von uns haben selbst mal eins besessen oder sind offen für Technik und Vielfalt. Aber: Rollerfahren ist mehr als nur Fortbewegung. Es ist ein eigener Stil, ein anderes Lebensgefühl – und daraus entsteht etwas Wertvolles: eine Gemeinschaft auf Augenhöhe.

Und zu dieser Rollerwelt gehören selbstverständlich auch die Dreirad-Motorroller, also die Fahrzeuge mit zwei Vorderrädern.

Sie bringen oft Menschen zurück auf die Straße, die sonst gar nicht (mehr) fahren könnten – ob durch körperliche Einschränkungen, Unsicherheiten oder einfach aus Komfortgründen.

Auch sie stehen für das, was uns verbindet: Freiheit, Stabilität, Freude am Unterwegssein.

Dreiradroller sind Teil der Szene. Und sie sind willkommen – ausdrücklich.

Ich habe durch meine Erfahrungen gelernt. Und rechtzeitig die Weichen gestellt.

Eine Roller-Community bleibt eine Roller-Community.

Denn wir fahren nicht, um uns zu messen. Wir fahren, um gemeinsam unterwegs zu sein. Weil uns der Weg wichtiger ist als das Ziel.
Weil wir wissen, dass echte Gemeinschaft nicht vom Hubraum kommt – sondern vom Herzen.

Warum eigenständige Motorrollerclubs unverzichtbar sind

Gerade in einer Zeit, in der alles immer mehr verschwimmt – Typen, Szenen, Interessen – braucht es stabile Anker: Motorrollerclubs, die klar bei sich bleiben. Diese Gruppen sind das Rückgrat der Roller-Community. Sie halten Kultur und Geist des Rollerfahrens lebendig, geben Raum für Begegnung, Austausch, Zugehörigkeit.

Ein eigenständiger Rollerclub hat nicht nur organisatorische Aufgaben – er ist Träger einer Haltung. Er schützt den Charakter der Gemeinschaft vor dem Auseinanderdriften, er gibt neuen Fahrern Orientierung, er schafft einen sicheren Raum für respektvolles Miteinander.

Ohne diese Clubs würde die Szene sich auflösen.
Verlieren wir diese klaren Strukturen, verwässert die Kultur – bis am Ende nur noch eine diffuse Menge übrig bleibt, in der niemand mehr weiß, wofür man eigentlich zusammenkommt.

Darum ist es so wichtig, dass sich Rollerclubs nicht anpassen – sondern Position beziehen. Nicht um auszugrenzen, sondern um das zu bewahren, was uns ausmacht.

Gerade deshalb sind eigenständige Motorrollerclubs so wichtig. Sie bewahren diese Kultur. Sie schaffen Raum für Austausch und Freundschaft auf Augenhöhe. Sie schützen das, was uns verbindet.

Motorrollerfahren ist kein Ersatz. Es ist eine eigene Kultur.

Und genau dazu stehe ich!

Und es ist Sommer…

Zwischen Schauer und Sonne: Probetour zum Selenter See

Ich möchte mich ja gar nicht beschweren. Jedenfalls nicht so wirklich.
Die letzten Jahre waren einfach immer zu trocken – das konnte ich in meinem Garten gut beobachten.

Dieses Jahr sieht das ganz anders aus.
Der Garten freut sich, und natürlich auch die gesamte Natur drum herum. Aber für viele Zweiradfahrer – mich eingeschlossen – ist dieser Sommer eine echte Herausforderung!

Touren im Regenmodus

Die eine oder andere Rollertour wurde bereits gecancelt. Auch meine geplante Tour zum Selenter See am 03.08. sieht im Wetterbericht nicht gerade vielversprechend aus: 90 % Regenwahrscheinlichkeit – das ist eine Ansage!

Da ich ohnehin noch einmal die Strecke probefahren wollte und es heute laut Vorhersage trocken bleiben sollte, wagte ich den Start ab Tangstedt.

Und was soll ich sagen: Es goss wie aus Eimern!

Richtig viel Regen…

Regenpremiere nach 11 Jahren

Zum Glück war ich noch vor Ort und konnte mich rechtzeitig unterstellen und mein Regenzeug anziehen. Premiere!
Seit mittlerweile 11 Jahren fahre ich Roller – heute war ich zum ersten Mal im Regenanzug unterwegs.

Bitte keine Post einwerfen!

Bisher hatte ich mich auf gut imprägnierte Kleidung und mein Glück verlassen. Beides hätte mich heute allerdings voll im Stich gelassen.

Der Schauer in Tangstedt war übrigens nur das Vorspiel.
Aber – und das muss auch gesagt werden – zwischen den Schauern immer wieder blauer Himmel. Und das reicht, um durchzuatmen.

Entscheidung gefallen

Ich habe mich daher entschlossen: Die Tour am Sonntag findet statt.
Den Teilnehmern habe ich das bereits mitgeteilt. Die gewählte Strecke ist auch bei wechselhaftem Wetter gut fahrbar – das zählt!

Zwischenstopps mit Erinnerungswert

Nach dem Selenter See steuerte ich noch den Bikertreff am Plöner See an.
Der wurde nun endlich fertig renoviert, und der Imbiss strahlt in frischem Glanz.

Der Butterkuchen war exzellent!

Auf dem Rückweg machte ich noch einen Halt am Segeberger See.
Dorthin hatte mich letztes Jahr Andrea M. auf unserer gemeinsamen Tour geführt. Dieser Ort – und unsere Gespräche – sind tief in meiner Erinnerung. So sehr hat mich dieser Tag berührt.

Fazit: Gut gerüstet ist halb gewonnen

Ein paar kleine Schauer später war ich wieder zu Hause.
Und ich muss zugeben: Gutes Regenzeug ist sein Geld wert – und macht das Fahren bei Regen deutlich entspannter!

Klar, auch dazu hab ich einen Song. Passt, auch wenn das Thema etwas anders ist!

Mit Christopher zum Ostseebad Boltenhagen

Fleißigen Lesern meines Blogs wird der Name Christopher bekannt vorkommen. 2021 haben wir beide uns kennengelernt, als Christopher mich wegen meines X-Max 300 anfunkte. Er kaufte sich einen schicken neuen X-Max 300 – und ich mir meinen TMax 560. Gemeinsam sind wir einige Male zusammen mit unseren Motorrollern gefahren.

Aber eines Tages musste es für ihn ein Motorrad sein. Mehr PS, schnittiger und schneller. Wahrscheinlich hatte sein damaliger Motorradclub ihn indirekt beeinflusst.

Lange Rede, kurzer Sinn: Seit diesem Jahr fährt Christopher wieder voller Freude Motorroller. Nun ist er mit einem Honda ADV 350 unterwegs – und voll zufrieden.

Und ich darf mit ihm die erste lange und große Tour fahren!
Darauf habe ich mich sehr gefreut, denn Christopher hat sich wieder eine super Strecke ausgesucht. Und da er ein sehr guter Fahrer ist, ging das heute mal richtig flott los!

Am Ende der Tour hatte ich schlappe 300 km neu auf dem Kilometerzähler.

Das schönste an Tangstedt?

Start in Tangstedt und erste Pause am Kanal

Wir starteten in Tangstedt, wie bei so vielen Touren. Der Treffpunkt bietet sich einfach an.

Unsere erste Pause machten wir am Rastplatz Backemoor, direkt am Elbe-Lübeck-Kanal.

Boltenhagen – Top-Imbiss mit 5 Sternen

Danach ging es weiter durch wunderbare Landschaften bis Boltenhagen.
Dort lockte Christopher der Promenaden-Imbiss – 4,9/5 Punkte bei Google. Der muss ja gut sein!

Und der war auch mega gut. Mein Matjesbrötchen war ein echter Genuss,
und die Leute hinterm Tresen extrem freundlich.
Auch von mir: volle fünf Sterne!

Dann noch mal eben zur Seebrücke. Ein bisschen Leute schauen.
Parken war schwierig. Also parkten wir bei den Fahrrädern.
Kostet nun pro Person EUR 55! Sauber, der Mann vom Ordnungsamt.
Aber warum macht er aus unseren Kraftrollern Kleinkrafträder?

Kittlitz: Kaffee, Torte und Zwerghühner

Weiter geht unsere schwungvolle Fahrt nach Kittlitz ins Dielencafé.
Und deren Slogan – „Alles unter 300 Gramm sind Kekse“ – sah man den Tortenstücken an.

Zwischen den Beinen stolzierten hübsche Zwerghühner,
und die Sonne verwöhnte uns.

Heimweg mit Kurvenfreude

Dann hieß es aber: Heimweg antreten!

Auch hier wieder eine wunderbare Strecke mit vielen guten Kurven
und erfreulich wenig Verkehr.

In Hamburg trennten sich dann unsere Wege.

Supergute Route

Fazit

Christopher, das hat heute viel Spaß gemacht.
Und es passte wieder so vieles – einschließlich dem tollen Wetter.
Vielen Dank für den schönen Tag – und bis zum nächsten Mal!

Kurztrip mit Langzeitwirkung – Zwischen Kellinghusen und Rade

Heute stand für meinen TMax 560 der TÜV an. Kein Grund zur Sorge: Der Prüfer war zufrieden – keine Mängel, alles im grünen Bereich. Mit vier Jahren auf dem Buckel und 41.000 Kilometern auf dem Tacho ist das für einen TMax auch keine Überraschung.

Da das Wetter mitspielte und der Regen ausblieb, nutzte ich die Gelegenheit für eine spontane Tour – ursprünglich ab Kaltenkirchen geplant, letztlich über fast drei Stunden durch Schleswig-Holsteins Norden. In der beigefügten Grafik seht ihr jedoch eine kleine Änderung: Künftig starte ich diese Tour ab Quickborn – das ergibt einfach mehr Sinn, auch logistisch.

Zunächst ging es über Schmalfeld und Lentföhrden Richtung Weddelbrook. Eine Gegend, die mich jedes Mal begeistert: ruhig, kurvig, landschaftlich schön. Man könnte dort gut den ganzen Tag verbringen und einfach Strecke machen.

Eigentlich war Itzehoe angepeilt, aber der Stadtverkehr reizte mich wenig – also drehte ich in Schlotfeld um. Die Gegend verlor ohnehin etwas an Charme. Stattdessen schlug ich den Bogen über Kellinghusen ein – und landete schließlich auf der Strecke Richtung Rosdorf und Rade. Eine goldrichtige Entscheidung! Diese Passage mit ihren Kurven, der hügeligen Landschaft und den weiten Blicken versprühte echtes Urlaubsfeeling.

Klingt doch fast nach Urlaub, oder? ^^

Zurück ging es über Willenscharen, eine Strecke, die wir bei Ausfahrten häufiger nutzen – nicht nur wegen der schönen Kurven, sondern auch wegen des bekannten Parkplatzes, der zum kurzen Verweilen einlädt.

Ein kurzer Stopp in Bad Bramstedt durfte nicht fehlen – genauer gesagt in der Eisdiele Venezia. Wer dort noch nicht war: klare Empfehlung! Leckeres Eis, guter Kaffee und ein freundlicher Service – was will man mehr?

Salted Caramel und Snickerseis

Den Rückweg nahm ich über Struvenhütten und genoss noch einmal das entspannte Dahingleiten über schmale Landstraßen. Insgesamt eine richtig schöne Tour, mit viel Natur, wenig Verkehr und einem Mix aus bekannten und neuen Streckenabschnitten.

Fazit:
Diese Route gehört definitiv ins Repertoire – besonders ab Quickborn. Für alle, die mal spontan ein paar Stunden rauswollen: klare Empfehlung. Und wer die Strecke über Rade noch nicht kennt, sollte sie unbedingt einmal unter die Räder nehmen – es lohnt sich.

In diesem Sinne passt auch meine eigene Musik ganz gut!

Über die Seenplatte in Schleswig-Holstein

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!

13.07.2025: Geplant war ja, mit den Alster-Rollern eine Tour ins Blaue zu machen. Aber der heutige Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Und so sagte einer nach dem anderen die Teilnahme ab.

Aber einer hatte keine Angst vor schlechtem Wetter: Rainer!

Dank Rainer hatten wir letztlich eine tolle Tour, die anders verlief als geplant. Unser Ziel sollte der Selenter See werden. Ich war bereits letztes Jahr am Selenter See und die Tour dahin hatte mich damals schon komplett begeistert.

Das Navi hatte heute einen guten Tag und mit ein klein bisschen manueller Nachbesserung hatten wir eine super Strecke gehabt.

Drei Regenschauer konnten uns nicht ausbremsen, und so fuhren wir auf der Hin- und Rücktour an folgenden Seen vorbei:

Warder See, Stocksee, Großer Plöner See, Kleiner Plöner See, Lanker See, bis wir am Selenter See ankamen. Der übrigens der zweitgrösste See in Schleswig-Holstein ist. Dort machten wir eine längere Pause, genossen unsere Fischbrötchen und planten den Rückweg.

Vorsichtshalber zog ich meine gelbe Regenpelle an, zum Glück habe ich sie nicht gebraucht.

Zurück ging es am Lebrader Teich, Trammer See, Schöhsee, Suhrer See sowie dem Vierer See vorbei.

Das Ganze auf Landstraßen, fernab vom Trubel, durch wunderbare Landschaften.

In Bad Oldesloe trennten sich Rainer und mein Weg. Und meine Regenpelle durfte unter der Sitzbank verschwinden.

Bis Quickborn hatte ich noch Glück mit dem Wetter, es zog sich bereits wieder bedrohlich zu.

Manchmal wird man für seinen Mut belohnt. Anders erging es einem befreundeten Rollerclub. Da waren zwar 10 Mann zusammengekommen, dafür hatten sie sehr viel Regen. Man kann nicht alles haben – LOL!

Zum Mittelpunkt von Schleswig-Holstein mit den RFP

05.07.2025: Die Rollerfreunde Prignitz hatten sich vorgenommen, Schleswig-Holstein zu erkunden. Ihr Ziel war der Mittelpunkt unseres Bundeslandes. Mit Matze von den Rollerfreunden Syke war ich 2019 schon einmal in Nortorf, direkt am Mittelpunkt von Schleswig-Holstein.

Weil das von Quickborn aus gar nicht so weit entfernt ist, habe ich mich den Rollerfreunden aus Prignitz gerne angeschlossen – zumal es nicht unsere erste gemeinsame Tour war.

Wir trafen uns in Tangstedt auf dem Edeka-Parkplatz. Das Wetter sollte eigentlich durchwachsen und sehr regnerisch werden. Deshalb hatte ich mir extra neue Regenklamotten besorgt. Gebraucht habe ich sie aber nicht.

Ich führte die Rollerfreunde Prignitz über schöne Landstraßen bis kurz vor Neumünster. Unsere fantastische Strecke führte über den Götzberg bei Henstedt-Ulzburg, weiter durch Kisdorf, Kattendorf, Struvenhütten, Hartenholm und Heidmühlen bis nach Boostedt.

Dort übernahm das Navi die Führung und brachte uns prompt durch die – wie ich finde – hässlichste Stadt Schleswig-Holsteins: Neumünster. Und ich bekam in unserer kleinen Pause von Keith den lustigen Aufsteller geschenkt.

Zwischendurch informierten wir Dieter H., dass wir um 14:17 Uhr am Mittelpunkt sein würden.

Sender. Empfänger. Problematik!

Dieter wartete nämlich in Nortorf auf dem Marktplatz – das ist jedoch nur der Mittelpunkt von Nortorf. Zum Glück war Dieter H. geduldig, und so fanden wir uns schließlich dort zusammen. Wirklich ein lauschiger Platz, an dem wir auch noch einen begeisterten Vespa-Veteranen kennenlernen durften.

Von dort aus führte uns Dieter H. zum Hotel der Rollerfreunde in Molfsee – in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem neuen Außenminister Johann Wadephul.

Hier trennten sich dann unsere Wege. Ich hatte noch gut eine Stunde Heimweg vor mir, während der Himmel bereits tief voller Regen hing.

Der Regen kam dann auch – allerdings nicht auf meinem Heimweg, sondern blieb dort in der Region.

Im August sind die Rollerfreunde Prignitz drei Tage lang bei uns Alster-Rollern zu Gast. Darauf freue ich mich schon sehr!

Bis dann – und immer dran denken: Moin und herzlich willkommen! Und kiek mol wedder in!

PS: Keith Richards ist euch bestimmt auch aufgefallen, oder? Und wie witzig, er heisst im wirklichen Leben Dieter…

15 Jahre Alster-Roller

Am vergangenen 28 Juni 2025 stand für die Alster-Roller ein besonderer Termin im Kalender: Das 15-jährige Bestehen der Gemeinschaft sollte standesgemäß gefeiert werden – natürlich mit einer Tour auf den Motorrollern und gemütlichem Beisammensein.

Die Alster-Roller trafen sich um 9:00 Uhr am EDEKA in Tangstedt und machten sich dann unter der Führung von Siegi auf den Weg Richtung Malente. Die Strecke führte durch viele schöne Abschnitte, die zum entspannten Dahingleiten einluden und einmal mehr zeigten, warum die Alster-Roller so gerne durch ihr Heimatland, Schleswig-Holstein, gemeinsam unterwegs sind.

In Malente angekommen, wartete schon der nächste Programmpunkt: Dank Ingrids Organisation hatten die Alster-Roller Plätze auf der Fünf-Seen-Fahrt sicher. Die rund einstündige Bootstour bot herrliche Ausblicke und Zeit, um ein bisschen zu schnacken und das Jubiläum in aller Ruhe zu genießen.

Hungrig musste anschließend niemand bleiben: Im Bootshaus Dieksee waren für die Gruppe Tische reserviert. Dort konnte jeder selbst entscheiden, ob es ein Fischbrötchen oder lieber etwas anderes sein sollte – das Team hatte extra dafür eine kleine Auswahl vorbereitet.

Nach der Mittagspause übernahm Hansi und führte die Alster-Roller weiter in Richtung Aukrug. Gegen 15:30 Uhr erreichte die Gruppe Café „Alte Kaffeewirtschaft“, wo sie den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen konnten. Eine kleine Rede von Holger, Eddas Sohn, erinnerte an die vergangenen Jahre. Edda selbst hatte zudem wieder liebevoll an alle Alster-Roller & Friends gedacht und kleine Leckereien vorbereitet. Außerdem brachte sie ihre Worte sogar ausgedruckt mit, damit jeder sie noch einmal nachlesen konnte. Uwe hatte dann auch noch ein paar Worte an die Runde gerichtet.

Bevor die Alster-Roller das Café gegen 17:30 Uhr verlassen mussten, nutzten sie die Gelegenheit für ein Gruppenfoto im Freien. Ein schöner Abschluss, der den Tag rund machte.

Alles in allem war es ein gelungenes Jubiläum, das nicht nur die lange Geschichte der Alster-Roller unterstrichen hat, sondern auch wieder gezeigt hat, wie gut die Truppe funktioniert. Vielen Dank an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben – sei es durch Organisation, kleine Aufmerksamkeiten oder einfach dadurch, dass sie dabei waren.