Roller-Blog

Dreirad-Motorroller vs. Motorrad

An dieser Stelle soll der technische Aspekt aussen vorgelassen werden. Jedem Interessierten sind diese bekannt. Hier soll es vor allem um die Vorurteile gegenüber Dreirad-Rollern gehen.

Sind schon die normalen Zweirad-Roller in der Biker-Szene verpönt, schlägt den Piloten von Dreirad-Rollern erst recht die Häme und Ablehnung entgegen. Und ja, man sieht sehr uncool auf so einem Gerät aus. Oder?

Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass jeder ohne Motorrad-Führerschein den Biker spielen darf…!

Suzuki Burgmann 400 und Piaggio MP3

Stopp! Und hier sollte man das erste Vorurteil kippen! Natürlich sind verdammt viele Dreiräder unterwegs deren Fahrer nur die Fahrerlaubnis für das Auto haben, aber den Drang nach Freiheit eines Motorrades verspüren.

Am Geld kann es nicht mangeln, denn ein Führerschein A2 ist schnell und günstig gemacht. Bedenkt man, dass so ein Dreirad-Roller um die EUR 10.000 kostet, könnte dessen Fahrer stattdessen also die Pappe machen und sich ein nettes Bike kaufen. Kostet auch EUR 10.000. Tut er aber nicht. Warum nicht? Ausser Bequemlichkeit kommen oft Sicherheitsbedenken und gesundheitliche Gründe ins Spiel.

Yamaha Nikken. Das Motorrad mit drei Rädern.

Wie bereits in einem anderen Post geschrieben, kann man einfach nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir alle sind Biker, wir sitzen an der frischen Luft in Schutzkleidung die möglichst Wind- und Wetterdicht sein soll, Schutzhandschuhe, Stiefel und Sturzhelm und die ständige Gefahr bei einem Sturz oder Unfall ums Leben zu kommen, vereinen uns. Und die pure Lust am Fahren in der Natur und in der Gruppe. Das tun Quads-Fahrer auch. Aber dessen Fahrzeuge haben vier Räder und sind komplett an dieses Konzept angepasst. Und gehören daher auch nicht in das Lager der Biker.

Wer noch immer Zweifel hat, ob diese Gruppe der Biker-Szene bestand haben wird, sollte auf die Neuentwicklungen aus dem Hause Yamaha mit dem Tricity, der Nikken und dem 3 CT achten!

Genauso wie die Modelle Metropolis (Peugoet), MP3 (Piaggio) oder Quadro 3 weiterentwickelt werden. Diese Modelle verkaufen sich bei unseren Europäischen Nachbarn wie geschnittenes Brot.

Fazit: Die Linke zum Gruss!

Mit der Roller-Gruppe unterwegs…

Motorrollerfahren in der Gruppe hat seinen besonderen Reiz. Eine Gruppe ist man tatsächlich bereits zu zweit. Dabei sind schon ein paar Punkte zu beachten. Fährt man mit einem neuen Mitstreiter, sollte man sich vorher über den Fahrstil und ein paar Regeln einigen. Ist die Gruppe größer sollten die FahrerInnen diese Regeln bereits kennen.

Wer sich an diese Regeln hält macht das Fahren in der Gruppe sicherer und angenehmer. Und beim nächsten Treffen und Ausfahrt ist der „Könner“ ein gerne wieder gesehender Scooter-Kollege.

Grundsätzlich sollte man in der Gruppe versetzt fahren. Oben in der Grafik könnt Ihr sehen, was gemeint ist!

Der Sinn dahinter ist, dass der Anführer der Rollergruppe (der meist links eingereiht fährt) so den Verkehr z. B. bei Überholvorgängen besser beobachten kann. Die nachfolgenden Roller reihen sich links und rechts hinter dem Leader ein. Dies bietet einen besseren Überblick über das Verkehrsgeschehen für jeden einzelnen Fahrer, ausserdem kann die Rollergruppe kompakter fahren, da der Sicherheitsabstand nur zum jeweils übernächsten Motorroller gehalten werden muss (*). Diese Fahrweise ist auch bei Ortsdurchfahrten sehr zu empfehlen.

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Anschluss halten!

Es gibt viele Gründe warum es immer wieder Fahrer gibt, die eine Fahrgruppe auseinander reissen. Letztendlich spielen Ampeln, Aussichtspunkte etc. weniger eine Rolle, eher das der Fahrer einfach nur träumt. Wir sind alles erwachsene Menschen. Wir wissen was passiert, wenn wir uns nicht an die (Fahr-) Regeln halten…

Weitere beliebte Punkte sind Ampeln und Abzweigungen. Bitte achtet an Ampeln darauf, ob euer Hintermann bei der gleichen Grünphase folgen kann. Bei Abzweigungen gilt ähnliches. Wendet den Spiegelblick an! Könnt ihr euren Hintermann noch sehen?! Und ist mein Hintermann nach der Abbiegung noch da?

Der Spiegelblick dient also nicht nur der eigenen Sicherheit, sonder auch dem Zusammenbleiben der Rollergruppe.

Reißt die Gruppe trotzdem einmal auseinander bleibt der Fahrer, der den Verlust des Hinterherfahrenden feststellt, an einer geeigneten Stelle am Straßenrand stehen, so dass der fließende Verkehr nicht behindert wird. Die Vorausfahrenden werden dies bemerken und ebenfalls stehen bleiben. Der Leader wird den Verlust seiner Gruppe bemerken und klären, warum die Gruppe zerissen ist und versucht diese wieder zusammen zuführen.

Man sollte also besser vor Antritt der Tour die Handy-Nummern auszutauschen um diese Situation zu meistern.

Bewährt hat sich, dass die schwächeren Roller hinter dem Leader fahren. Dadurch ist es dem Leader möglich, dass richtige Tempo für die ganze Fahrgemeinschaft zu finden.

Bei sehr anspruchsvollen Strecken kann man aber auch die Gruppe umstellen. Nicht jeder ist ein Kurvenräuber oder geborener Rennfahrer. Wichtig ist, dass die führende Gruppe nicht vergisst, dass sie einen gemütlichen Teil der Fahrgruppe noch hinter sich hat und auf diese an einer akzeptablen Stelle wartet. Denn kommt erst einmal Unmut und Frust auf, ist es schnell vorbei mit dem Gruppengefühl. Alleine fahren kann jeder! In der Gruppe fahren fordert von allen Teilnehmern Rücksichtsnahme!

Es gibt noch zig weitere Tipps und Ratschläge für das Fahren in der Motorrollergruppe. Wichtig ist, dass ihr euch vorher absprecht und Rücksicht auf einander nehmt. Und bitte immer bedenken (klar auch eure eigene Sicherheit): Nobody is perfect!

(*) Hierzu gibt es eine Bemerkung der Polizei, dass der Abstand zum nächsten Fahrzeug entscheidend ist, egal ob man versetzt verfährt. (Dank an Horst von den Roller-Rebellen Bremen)

Mit dem Motorroller durch den Winter?!

Snowmobil von Yamaha

Klar, mit einem Snowmobil z.B. von Yamaha (Produktfoto) könnte man, Schnee voraus gesetzt, ordentlich Dampf machen. Auch der Wetter bzw. Windschutz ist OK. Aber…

In unseren Breiten ist ein Motorroller schon eine richtige eierlegende Wollmilchsau. Anders als Motorräder oder andere Zweiräder ist allein der typische Vorbau bereits der erste Schutz gegen Nässe, Wind und Kälte. Ausgerüstet mit Windschild, Wind- und Wetterschutz oder Rollerdecke, Handprotektoren, ggf. Handstulpen, heizbaren Griffen und wenn möglich, sogar einer heizbaren Sitzbank kann man ziemlich lange in den Winter hinein fahren. Wer Ganzjahresreifen drauf hat, traut sich sogar noch ein bisschen länger im Winter zu fahren als die anderen…

Bei 5°C ist meistens aber Schluss. Nach ca. 20 Minuten kriecht die Kälte durch. Wer zum Beispiel nur ganz normale Michelin City Grip fährt, der verliert unter 7°C schnell an Haftung.

Yamaha X-Max 300 mit Sonderzubehör

Dieser Yamaha X-Max 300 ist mit einer Griffheizung und den Wind- und Wetterschutz von Yamaha ausgestattet. Mittlerweile gibt es tollen Wind- und Wetterschutz auch aus Italien bei z.B. Ebay für fast jedem Roller zu kaufen.

Für eine Strecke von ca. 20 min reicht oft zusätzlich zur Griffheizung und dem Wind- und Wetterschutz auch eine normale Jeans, feste Halbstiefel und natürlich Winterhandschuhe/ Winterjacke aus. In der dunklen Jahreszeit sollte man definitiv zusätzlich noch eine gelbe Sicherheitsweste tragen. Aber ganz ehrlich: Spass macht das nicht! Es ist kalt, dunkel, nass und rutschig!

Elbfähre Glückstadt-Wischhafen

Wer Lust darauf hat bei schönem Wetter von Schleswig-Holstein an die Nordseeküste in Niedersachsen zu fahren, kann den Weg über die Elbe abkürzen. Diese Tour ist Landschaftlich ausgesprochen reizvoll. Das i-Tüpfelchen ist aber die Elbquerung. Bei schönem Wetter möchte man gar nicht mehr vom Schiff herunter!

Beachtet bitte die Fahrpläne und Preise unter https://www.elbfaehre.de/

Fähranleger Glückstadt
Fähre auf der Elbe

Motorroller vs. Motorrad

Ich frage mich immer warum Motorroller mit Motorräder verglichen werden. Und vor allem, mit welchem Typ Motorrad?

Mit einem Naked Bike, Cruiser, Chopper, Racing, Scrambler, Trial, Enduro oder wer weiss sonst noch eine Gattung der Motorräder?

Dabei sind Motorroller ebenfalls nur eine Gattung der Motorräder. Man kann einfach innerhalb der Gruppierungen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es gibt daher auch keinen Grund Großroller zu stigmatieren.

Es scheint sich mittlerweile auch in der Biker-Szene rum zusprechen, dass Motorroller einfach praktisch zum pendeln sind. Und für die flotte Fahrt und den Spass sorgen beim Großroller die Automatik und genügend PS, um auch auf der Autobahn mithalten zu können. Allerdings macht es ab 140-150 km/h, aufgrund der kleineren Räder, weniger Freude.

Im nachfolgenden Video beschreibt ein Biker seine Gefühle und Erfahrungen mit einem Motorroller Yamaha X-Max 300. Wann immer ihr ins Video klickt, der Fahrer ist am jubeln über den Scooter. Und fragt sich letztlich, ob man denn wirklich mehr braucht. Die Antwort wissen wir Rollerfahrer ja… 😉

Wer seinem Roller ordentlich die Sporen gibt, wird das eine oder andere Duell mit einem vergleichbaren Motorrad gewinnen und ihm seine Rücklichter zeigen.

Hersteller wie Yamaha, Suzuki und Honda bauen eben auch Motorräder und pimpen ihre Roller genau in diese Richtung. Motoren, Gabelbrücken und Chassis stammen meist aus dem Motorradbau.

Aufgrund der kleineren Räder können Roller auf verschlungenen Landstrasse einen Vorteil herausfahren. Genauso wie bei engen bis sehr engen Kurven in den Bergen. Und für die einfache Fahrstrecke sorgt z.B. die Variomatik für angenehmes gleiten. Überholvorgänge sind da kein Zauberstück.

Am Ziel angekommen passt mindestens ein Helm ins Staufach unter der Sitzbank. Raumwunder wie der Suzuki Burgman 650 kriegen meist noch die Jacke unter. Ansonsten findet sich aber noch genügend Raum im Top-Case.

Am Ende werden vor allem Motorradfahrer überrascht sein, wie viel Spass so ein – Motor – Roller macht. Dank dem Wetterschutz und die Vollautomatik können die großen Roller fast ganzjährig gefahren werden.

In diesem Sinne, die linke zum Gruß.

Rollerfahrer on tour. 2018. Schleswig-Holstein, Harz.

Netiquette

Netiquette, was heisst das bzw. was ist das genau? Wikipedia hat dazu eine klare Definition.

Lasst uns folgendes besonders beachten:

  • habt Respekt
  • bleibt höflich.
  • seid tolerant.
  • Offen für neue Gedanken.
  • lasst den anderen sein Gesicht wahren.
  • kommuniziert nicht in ein- oder Zweiwortsätzen.
  • beantwortet Fragen innerhalb 48 Stunden.
  • Vermeidet abwertende Fäkalsprache: „Find ich scheisse…“, „Das ist kacke…“ und ähnliches.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das für mich: Die eigene Freiheit hört dort auf, wo die des anderen anfängt.

Auf ein gutes Miteinander!

Akku Fehler beim Garmin 595 + Lösung des Problems

Ich wollte ein Navigationsgerät mit MP3 Player und großem Bildschirm. Da gibt es keine große Auswahl am Markt. Und für Garmin gab es bei den Alster Roller die meiste Zustimmung. Die Preise für Motorrad-Navigationsgeräte finde ich total unangemessen und nicht zeitgemäss!

Motorradnavigationsgerät Garmin 595

Die Menüführung ist schnell verinnerlicht. Mir fehlen ein paar Möglichkeiten wie das Sperren per Code des Gerätes oder die Namensvergabe bei Favoriten. Vielleicht hat da ja jemand noch einen Tipp für mich.

Aber der Hammer ist der Akku. Das Gerät lädt sich auch nach Stunden nicht richtig auf und der Akku entleert sich in wenigen Minuten! Üblicherweise muss so ein Gerät umgehend zurückgeschickt werden. Aber alleine die Prozedur der Reklamationsabwicklung schreckt einen ab.

Also mal googeln ob das Problem bekannt ist. Und siehe da, es ist ein gängiges Problem. Aber viel schlimmer ist, dass Tauschgeräte allermeist den gleichen Fehler haben. Also bringt eine Retoure nicht viel. Für EUR 450,00 ist das echt ein HAMMER!

Aber Mutter Google findet alles, so auch den Tipp, die Kontakte an der Steckverbindung des Akkus nach zu justieren. Das geht mit einem kleinen Schraubenzieher ganz einfach. Die Stifte leicht nach unten drücken, fertig. Zweiter Tipp: Das Gerät im Standby zu laden. Und was soll ich sagen: ES FUNKTIONIERT! Nun hält das Gerät „viele“ Stunden durch. Mensch Garmin, dass könntet ihr doch Euren Käufern mal mitteilen, ihr würdet eine Menge Zeit und Kosten sparen!

Die häufigsten Motorradunfälle 2018

Leider eine traurige Statistik, die uns Fahrern von Motorrollern zu denken geben sollte. Mit Sicherheit wären sehr viele der Unfälle vermeidbar gewesen und viele verunglückte Zweiradfahrer würden heute noch leben, wenn Autofahrern bewusst wäre, wie sie mit unserem Leben spielen.

Aber über 50% der Unfälle mit Verletzten wurden durch Motorradfahrer verschuldet. Der Mai gilt als der Monat mit dem Unfallschwerpunkt. Und die Vermutung wird bestätigt: ein Viertel der Biker sind zu schnell unterwegs. 

Das sind die am häufigsten genannten Motorradunfälle. Momentan gibt es für 2018 noch keine Zahlen.

  • links/ rechts abbiegende Autos
  • Missachtete Vorfahrt durch Autofahrer
Auto missachtet Zweiradfahrer. Abbiegende Fahrzeuge missachten Zweiradfahrer
  • Überholtes Fahrzeug biegt links ab, z.B. Traktoren mit Anhänger
Zweiradfahrer übersieht abbiegendes Fahrzeug bzw dieses übersieht den überholenden Biker
  • Beim Überholvorgang in den Gegenverkehr
Beim Überholvorgang in den Gegenverkehr kommen. Gilt für Zweiradfahrer genauso wie für den entgegenkommenden Verkehr
  • Auffahrunfall bei voller Fahrt durch zu geringen Abstand
  • In der Kurve von der Fahrbahn kommen
  • In der Kurve in den Gegenverkehr kommen
  • Gegenverkehr kommt frontal auf eigener Fahrbahn entgegen.

Fotos, die uns zu denken geben sollten

3 Grundregeln für Motorrollerfahrer:

  1. Vertraue nie auf die eigene Vorfahrt
  2. Fahre sichtbar und für den Pkw-Fahrer erkennbar
  3. Reagiere (z.B. Gas wegnehmen, bremsbereit sein)
    lieber 100 Mal zu früh als einmal zu spät

Ich wünsche Euch allen Allzeit eine gute Fahrt! Kommt immer Heil an Euren Zielen an.