Seit fast zwei Jahren betreibe ich zusätzlich einen WhatsApp-Kanal. Und ja – mühsam nährt sich das Eichhörnchen.
Aber ich mache weiter. Ganz bewusst.
Denn am Ende ist es egal, ob 30, 300 oder 3.000 Menschen mitlesen. Treffpunkt-Motorroller informiert über neue Clubs, Touren und Entwicklungen – mit einem klaren Schwerpunkt auf Schleswig-Holstein und dem Norden.
Mir ist dabei wichtig, niemanden zuzuballern. Ich poste nicht alles, was mir gerade unter die Tastatur kommen könnte, sondern nur das, was aus meiner Sicht relevant und interessant ist.
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Rollerclubs im Norden – ein persönlicher Streifzug
Mein erster Club, die Alster-Roller, sind zuhause im Süden Schleswig-Holsteins – oder im Norden Hamburgs. Kommt ganz drauf an, aus welcher Richtung man gerade anrollt … 😉
Mein zweiter Club war der Honda-Helix-Club-Nord, mit seinem Schwerpunkt rund um Mölln und Ratzeburg. Mit ihnen habe ich meine erste große Ausfahrt erlebt – fast 20 Roller auf einen Streich! Diese Masse an Motorrollern hat mich total geflasht und regelrecht in ihren Bann gezogen.
Harz 2018Auf der Blankeneser HaupstrasseMotorroller in Reih und Glied
Danach kam der nächste Schritt: die Rollerfreunde Hamburg, ein Club, der vor allem im Süden der Hansestadt unterwegs ist. Leider kamen wir nicht zusammen. Aber auch sie gehören zu den festen Größen in der norddeutschen Rollerszene.
Alle drei Clubs – Alster-Roller, Helix-Club und Rollerfreunde Hamburg – sind schon lange dabei. Sie haben die vergangenen Jahre überdauert, sich weiterentwickelt und wirken heute vitaler denn je. Viele andere Gruppen hingegen sind verschwunden – schade, aber auch ein Ansporn, bestehende Strukturen zu stärken.
Wer durch Schleswig-Holstein cruist, weiß: An Bauerncafés führt kein Weg vorbei! Und ein Club hat das gleich zum Programm gemacht: die Rollerfreunde Käffchentourer – sie dürften jedes Café zwischen Nord- und Ostsee kennen. 😄
Doch auch neue Clubs bereichern inzwischen die Szene:
Die MP3-Verrückten aus dem Norden Hamburgs widmen sich voll und ganz den dreirädrigen Rollern.
In Neumünster sind die Rollerpossis zuhause – mit kleinerem Hubraum, aber mindestens genauso viel Fahrspaß!
15 Jahre Alster-Roller 2025Anrollern Schaalsee – 60 Maxiscooter – 2025
Blickt man ein Stück weiter nach Niedersachsen, sticht sofort der Rollerclub 2000 ins Auge. Auch hier blickt man auf eine langjährige Gemeinschaft zurück. Hinzu kommen die Rollerfreunde Rotenburg, die Rollerfreunde Syke und natürlich die traditionellen Leonardo-Rollerfreunde Bremen – alle mit treuen Mitgliedern und hohem Wiedererkennungswert.
Ein Stück weiter südlich, aber immer noch im Norden, rollen die Lüneburger Rollerfahrer durchs Land. Und wer sich bis in den Harz wagt, trifft dort auf die sympathischen Rollerfreunde Harz.
All diese Clubs – und hoffentlich noch viele mehr, die ich nicht alle namentlich erwähnt habe – bilden gemeinsam eine lebendige, vielfältige Rollerszene im Norden. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein und mich aktiv einbringen zu dürfen.
Und zum Schluss ein kleiner Abstecher gen Osten – nach Brandenburg: Dort heißen dich die Rollerfreunde Prignitzherzlich willkommen!
Danke an euch alle – für euer Engagement, eure Begeisterung und eure Liebe zum Motorroller!
Egal, wie ungemütlich das Wetter draußen gerade ist – im Café ist es meist kuschelig.
Und wenn dazu noch Tortenträume serviert werden, rückt die Welt ganz von selbst wieder an ihren Platz.
Draußen darf es ruhig stürmen, regnen oder toben. Hier drinnen ist Zeit. Und Ruhe.
Auf meinen Rollertouren habe ich im Laufe der Jahre so manche kleine Perle entdeckt. Orte, die man nicht sucht – sondern findet. Und wenn es das Wetter einmal nicht anders zulässt, dann macht auch die Anfahrt mit dem Auto Freude. Der Weg zählt.
Und weil meine Liebe nicht nur dem Roller, sondern auch gutem Eis und feinem Kuchen gilt, habe ich für alle Gleichgesinnten eine eigene Seite aufgebaut.
Für Genießer. Für Entdecker. Für Menschen, die wissen, dass ein guter Moment manchmal einfach nach Vanille, Sahne und einem warmen Platz schmeckt.
Die Zweiradbranche in Deutschland steckt in einer Krise. Die Zahlen sind eindeutig, die Händler schließen, der Rückgang von über 35 Prozent lässt sich nicht wegdiskutieren. Gleichzeitig ist es zu einfach, die Verantwortung ausschließlich bei „dem Markt“ oder „den Kunden“ abzuladen. Die Wahrheit liegt – wie so oft – dazwischen. Und sie ist für beide Seiten unbequem.
Auf der einen Seite steht eine Branche, die sich preislich und strategisch zunehmend von ihrer Basis entfernt hat. Führerscheine sind teuer geworden, Neufahrzeuge bewegen sich in Regionen, die für viele Fahrer nicht mehr realistisch sind. Modellpolitik und Marketing richten sich häufig an Idealbildern aus, nicht an dem, was draußen tatsächlich gefahren wird. Wer das ignoriert, darf sich über Kaufzurückhaltung nicht wundern.
Auf der anderen Seite stehen wir Fahrer. Erfahrener, kritischer, rationaler als früher – und deutlich investitionsärmer. Viele von uns fahren aus Überzeugung das, was sie haben. Das ist nachvollziehbar, vernünftig und persönlich absolut legitim. Für einen Markt jedoch, der von Innovation, Entwicklung und Vertrieb lebt, ist dieses Verhalten auf Dauer nicht tragfähig.
Hinzu kommt der Blick nach Fernost. Technisch haben chinesische Hersteller längst aufgeholt. Ausstattung, Leistung und Preis sind konkurrenzfähig, teilweise sogar richtungsweisend. Doch ohne verlässliche Vertriebs- und Servicenetze bleibt Vertrauen auf der Strecke – und damit der Durchbruch. Auch hier gilt: Angebot allein schafft noch keinen Markt.
Der Kern des Problems ist kein einzelner Faktor, sondern ein gegenseitiger Stillstand. Die Branche wartet auf kaufwillige Kunden, die Kunden warten auf bezahlbare, glaubwürdige Angebote. Beide Seiten sichern sich ab – und blockieren sich damit gegenseitig.
Die Wahrheit lautet deshalb: Der Markt braucht wieder Nähe. Nähe zu den realen Fahrern, ihren Bedürfnissen, ihrem Budget – und ihrem Vertrauen. Und wir Fahrer müssen akzeptieren, dass Leidenschaft allein keine Händler, keine Werkstätten und keine Weiterentwicklung finanziert.
Wenn sich etwas bewegen soll, müssen sich beide Seiten bewegen. Nicht radikal, nicht blind – aber ehrlich.
Denn eines ist sicher: Ein Markt, der nur noch verwaltet wird, stirbt. Und eine Szene, die nur noch bewahrt, ebenfalls.
Und wieder über 10.000 Kilometer mehr auf der Uhr…
Das erste Highlight des Jahres war der MoGo Lübeck 2025 Ende April. Gemeinsam mit den Alster-Roller und Kasi on Tour haben wir über 50 Großroller auf die Straße gebracht. Das Wetter war auf unserer Seite – so soll es sein!
Das zweite dicke Ding war dann das gemeinschaftlich organisierte Großrollertreffen am 11. Mai am Schaalsee. Neben Treffpunkt-Motorroller.de waren auch die Rollerfreunde Prignitz und Kasi on Tour beteiligt. Zusammen haben wir das Treffen zu einem vollen Erfolg gemacht – über 65 Großroller sprechen für sich! Für das nächste Jahr haben wir drei Orgas schon neue Ideen.
Nummero drei: unsere Vier-Tages-Tour mit den Alster-Rollern ins Weserbergland, ins Hotel Löwenherz. Zwölf Rollerverrückte gaben alles – Fahrspaß pur!
Doch das war noch längst nicht alles: Die Alster-Roller feierten im Juni ihr 15-jähriges Bestehen. Chapeau!
15 Jahre Alster-Roller 2025
Auch meine Freunde aus der Prignitz waren zu Besuch in Schleswig-Holstein – ein wunderbarer Ausflug. Und sie haben schon angekündigt, wiederzukommen!
Meine Touren zum Selenter See waren zwar oft von Regen begleitet, aber die Strecke ist jedes Mal die Fahrt wert. Genauso wie all die anderen kleinen Touren, die ich allein, in kleiner Runde oder zu zweit gefahren bin – etwa mit Christopher nach Boltenhagen.
Mittelpunkt v. Sl.-H. mit den RFP. 2025Selenter See. 2025We love Maxi-Scooter. 2025Es war nicht immer gemütlich in 2025Beste Sicht
Zwischendurch habe ich hier im Blog immer wieder meine Meinung zur Motorroller-Community kundgetan.
Und dann kam der traurigste Moment des Jahres: Am 15. Oktober verstarb Andrea – viel zu früh, viel zu schnell.
Honda-Forza-Gruppe 20232024Bad Segeberg am See – 2024Schaalsee 202515 Jahre Alster-Roller 2025
Nicht nur in ihrem Sinne werde ich weitermachen, sondern für alle Motorroller-Verrückten, die Spaß an diesem großartigen Hobby haben.
Zum Schluss möchte ich noch eines sagen – weil es mich einfach freut: All die Stinkstiefel des letzten Jahres haben dieses Jahr keine Rolle mehr gespielt. Sie haben der Szene zwar Schaden zugefügt, sie dadurch aber auch stärker gemacht. Heute spielen sie keine Rolle mehr – und das ist gut so.
Und 2026? Da wird noch einiges passieren. Bleibt gespannt und neugierig!
Es gibt Menschen, mit denen verbringt man nicht viel Zeit.
Andrea und ich hatten etwas über ein Jahr – mehr nicht. Und doch hat sie tiefe Spuren in mir hinterlassen.
Andrea war eine Naturgewalt: groß, kräftig und voller Gefühl.
Und dann kommt da so ein Arschloch um die Ecke – namens Krebs. Ein richtig mieses Arschloch: Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Im September 2024 haben wir angefangen, über das zu sprechen, was da kommen wird.
Schon dieser erste Tag – beim Eis in der Eis-Liebe und unsere Fahrt nach Bad Segeberg an den See – war groß und emotional.
Eine ihrer Fragen damals war, ob man sie vergessen wird. Ich konnte schon da sagen: Niemand wird vergessen. Und dass es im Herzen mehr als einen Platz geben kann.
Es folgten Monate voller Mut und Zuversicht, aber auch Rückschläge – und schließlich unser letztes Gespräch. Bei Andrea im Krankenhaus.
Ich hatte mir Zeit genommen, keine weiteren Termine an diesem Tag. Wir sprachen über fünf Stunden. Andrea erzählte mir aus ihrem Leben – wild, bewegt, verletzt. Von Liebe, Erfüllung und dem Danach.
Ich war tief bewegt von ihrer Klarheit und ihrem Mut. Von ihrem großen Herzen.
Nach unserem Gespräch schrieb ich zwei Songs: einen über Andrea, ihr Leben und ihre beiden großen Leidenschaften – Angeln und Motorroller – und einen über unser Thema am Krankenbett: Dass wir auf der anderen Seite wiedersehen, wen wir hier geliebt haben – und wer uns hier geliebt hat.
Und dann kam die Nachricht am 15.10.2025: „Andrea ist friedlich im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen.“
Gute Reise, Andrea – wir werden uns wiedersehen!
Honda-Forza-Gruppe 2023
2024
2024
2024
2024
30 Jahre HHCN 2024
Bad Segeberg am See – 2024
15 Jahre Alster-Roller 2025
Edda und Andrea, unsere Seelchen. 15 Jahre Alster-Roller 2025
Der Aschberg ist eine 98 m ü. NHN hohe Erhebung im Naturpark Hüttener Berge in Schleswig-Holstein. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Ostsee. Über den Aschberg verläuft der Naturparkweg, der fünf Naturparks in Schleswig-Holstein für Wanderer verbindet.
Auf dem Aschberg
Aber ich wollte ja nicht wandern, sondern bei sonnigem Wetter und angenehmen 16 °C mit meinem TMax fahren!
Ich hatte mir keine besondere Route erarbeitet, sondern verließ mich auf die „Kurviger“-Einstellung meines Garmin-Navis. Mal ehrlich: Wenn ich bei Stufe drei (von vieren) fast nur über Bundesstraßen und Landstraßen geführt werde, kann man sich diese Funktion sparen. Bei Stufe vier wird man hingegen gerne mitten durch Städte geschickt – da wird dann jede Gasse mitgenommen. Sehr ungeil!
In Jevenstedt fiel mir eine Shell-Tankstelle ins Auge, die gleichzeitig als Baumarkt dient. Hinter dem Kassentresen findet man dort noch reichlich Platz für allerlei Baumarktartikel – so etwas habe ich noch nie gesehen!
Besondere Shell in Jevenstedt
Die Route selbst war nicht besonders aufregend, aber am Aschberg gab es dafür einiges zu sehen. Die Aussicht, die klare Luft und das Gefühl, auf einer der bekanntesten Erhebungen Schleswig-Holsteins zu stehen, machten den Stopp lohnenswert.
Luftige Angelegenheitdas Ding besteht nur aus Löchern…Verdammt weit oben!Prima Sicht!Kunst am BergNoch mehr Weitsicht!Schwalbe und TMax 560
Die Rücktour führte mich wieder durch Sarlhusen. Dort gibt es einen Hof, bei dem die Kühe direkt an der Straße stehen und oft auch dort gefüttert werden. Ein kleines Stück Idylle am Wegesrand!
Ich liebe es, wenn die Kühe dort gerade gefüttert werden!
Natürlich wollte das Garmin, dass ich mal wieder (zum 1000. Mal) durch Bad Bramstedt fahre. Ich habe mich aber entschlossen, gleich nach Brokstedt links Richtung Hasenkrug abzubiegen. Tja, liebes Navi, das wäre eigentlich dein Job gewesen – und so wurde die Heimfahrt gleich viel interessanter.
Über Großenaspe ging es Richtung Bimöhlen und dann auf die A7 bei Bad Bramstedt.
Auf der Autobahn erwischte mich noch ein kurzer, fünfminütiger Regenguss. Dank guter Imprägnierung blieb ich trocken und rollte schließlich selig und zufrieden in Quickborn ein.
In der Vergangenheit habe ich oft erlebt, was passiert, wenn Motorradfahrer versuchen, sich in Rollergruppen einzubringen. Der Ton ändert sich. Der Fokus verschiebt sich. Auf einmal geht es um PS, Dominanz, Besserwisserei – nicht um Zusammenhalt, Rücksicht oder geteilte Freude. Ganze Gruppen wurden dadurch ins Wanken gebracht. Die Atmosphäre, die gewachsene Kultur – all das geriet unter Druck. Manche Gemeinschaft leidet heute noch an diesen Nachwirkungen.
Ich habe nicht etwas gegen Motorräder. Viele von uns haben selbst mal eins besessen oder sind offen für Technik und Vielfalt. Aber: Rollerfahren ist mehr als nur Fortbewegung. Es ist ein eigener Stil, ein anderes Lebensgefühl – und daraus entsteht etwas Wertvolles: eine Gemeinschaft auf Augenhöhe.
Und zu dieser Rollerwelt gehören selbstverständlich auch die Dreirad-Motorroller, also die Fahrzeuge mit zwei Vorderrädern.
Sie bringen oft Menschen zurück auf die Straße, die sonst gar nicht (mehr) fahren könnten – ob durch körperliche Einschränkungen, Unsicherheiten oder einfach aus Komfortgründen.
Auch sie stehen für das, was uns verbindet: Freiheit, Stabilität, Freude am Unterwegssein.
Dreiradroller sind Teil der Szene. Und sie sind willkommen – ausdrücklich.
Ich habe durch meine Erfahrungen gelernt. Und rechtzeitig die Weichen gestellt.
Eine Roller-Community bleibt eine Roller-Community.
Denn wir fahren nicht, um uns zu messen. Wir fahren, um gemeinsam unterwegs zu sein. Weil uns der Weg wichtiger ist als das Ziel. Weil wir wissen, dass echte Gemeinschaft nicht vom Hubraum kommt – sondern vom Herzen.
Warum eigenständige Motorrollerclubs unverzichtbar sind
Gerade in einer Zeit, in der alles immer mehr verschwimmt – Typen, Szenen, Interessen – braucht es stabile Anker: Motorrollerclubs, die klar bei sich bleiben. Diese Gruppen sind das Rückgrat der Roller-Community. Sie halten Kultur und Geist des Rollerfahrens lebendig, geben Raum für Begegnung, Austausch, Zugehörigkeit.
Ein eigenständiger Rollerclub hat nicht nur organisatorische Aufgaben – er ist Träger einer Haltung. Er schützt den Charakter der Gemeinschaft vor dem Auseinanderdriften, er gibt neuen Fahrern Orientierung, er schafft einen sicheren Raum für respektvolles Miteinander.
Ohne diese Clubs würde die Szene sich auflösen. Verlieren wir diese klaren Strukturen, verwässert die Kultur – bis am Ende nur noch eine diffuse Menge übrig bleibt, in der niemand mehr weiß, wofür man eigentlich zusammenkommt.
Darum ist es so wichtig, dass sich Rollerclubs nicht anpassen – sondern Position beziehen. Nicht um auszugrenzen, sondern um das zu bewahren, was uns ausmacht.
Gerade deshalb sind eigenständige Motorrollerclubs so wichtig. Sie bewahren diese Kultur. Sie schaffen Raum für Austausch und Freundschaft auf Augenhöhe. Sie schützen das, was uns verbindet.
Motorrollerfahren ist kein Ersatz. Es ist eine eigene Kultur.
Und genau dazu stehe ich!
Harz 2018
Wattwürmer 2019
Motorroller Treffpunkt Lühe
Tripod Treffen Hamburg 2020
Honda-Helix-Club-Nord, Bad Segeberg, 2020
Fähre Sehestedt, 2021
On Tour
On Tour
Fährhaus Twielenfleth 2022
In Reih und Glied, Alster-Roller 2023
On Tour
Schaalsee, Start der Saison mit 25 Motorrollern, 2024
Zwischen Schauer und Sonne: Probetour zum Selenter See
Ich möchte mich ja gar nicht beschweren. Jedenfalls nicht so wirklich. Die letzten Jahre waren einfach immer zu trocken – das konnte ich in meinem Garten gut beobachten.
Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Der Garten freut sich, und natürlich auch die gesamte Natur drum herum. Aber für viele Zweiradfahrer – mich eingeschlossen – ist dieser Sommer eine echte Herausforderung!
Touren im Regenmodus
Die eine oder andere Rollertour wurde bereits gecancelt. Auch meine geplante Tour zum Selenter See am 03.08. sieht im Wetterbericht nicht gerade vielversprechend aus: 90 % Regenwahrscheinlichkeit – das ist eine Ansage!
Da ich ohnehin noch einmal die Strecke probefahren wollte und es heute laut Vorhersage trocken bleiben sollte, wagte ich den Start ab Tangstedt.
Und was soll ich sagen: Es goss wie aus Eimern!
Richtig viel Regen…
Regenpremiere nach 11 Jahren
Zum Glück war ich noch vor Ort und konnte mich rechtzeitig unterstellen und mein Regenzeug anziehen. Premiere! Seit mittlerweile 11 Jahren fahre ich Roller – heute war ich zum ersten Mal im Regenanzug unterwegs.
Bitte keine Post einwerfen!
Bisher hatte ich mich auf gut imprägnierte Kleidung und mein Glück verlassen. Beides hätte mich heute allerdings voll im Stich gelassen.
Der Schauer in Tangstedt war übrigens nur das Vorspiel. Aber – und das muss auch gesagt werden – zwischen den Schauern immer wieder blauer Himmel. Und das reicht, um durchzuatmen.
NassTrockenNassTrocken
Entscheidung gefallen
Ich habe mich daher entschlossen: Die Tour am Sonntag findet statt. Den Teilnehmern habe ich das bereits mitgeteilt. Die gewählte Strecke ist auch bei wechselhaftem Wetter gut fahrbar – das zählt!
Zwischenstopps mit Erinnerungswert
BilderbuchCafè ist leider zuTote Hose…
Nach dem Selenter See steuerte ich noch den Bikertreff am Plöner See an. Der wurde nun endlich fertig renoviert, und der Imbiss strahlt in frischem Glanz.
Der Butterkuchen war exzellent!
Auf dem Rückweg machte ich noch einen Halt am Segeberger See. Dorthin hatte mich letztes Jahr Andrea M. auf unserer gemeinsamen Tour geführt. Dieser Ort – und unsere Gespräche – sind tief in meiner Erinnerung. So sehr hat mich dieser Tag berührt.
20242025
Fazit: Gut gerüstet ist halb gewonnen
Ein paar kleine Schauer später war ich wieder zu Hause. Und ich muss zugeben: Gutes Regenzeug ist sein Geld wert – und macht das Fahren bei Regen deutlich entspannter!
Klar, auch dazu hab ich einen Song. Passt, auch wenn das Thema etwas anders ist!
Fleißigen Lesern meines Blogs wird der Name Christopher bekannt vorkommen. 2021 haben wir beide uns kennengelernt, als Christopher mich wegen meines X-Max 300 anfunkte. Er kaufte sich einen schicken neuen X-Max 300 – und ich mir meinen TMax 560. Gemeinsam sind wir einige Male zusammen mit unseren Motorrollern gefahren.
Aber eines Tages musste es für ihn ein Motorrad sein. Mehr PS, schnittiger und schneller. Wahrscheinlich hatte sein damaliger Motorradclub ihn indirekt beeinflusst.
Lange Rede, kurzer Sinn: Seit diesem Jahr fährt Christopher wieder voller Freude Motorroller. Nun ist er mit einem Honda ADV 350 unterwegs – und voll zufrieden.
Und ich darf mit ihm die erste lange und große Tour fahren! Darauf habe ich mich sehr gefreut, denn Christopher hat sich wieder eine super Strecke ausgesucht. Und da er ein sehr guter Fahrer ist, ging das heute mal richtig flott los!
Am Ende der Tour hatte ich schlappe 300 km neu auf dem Kilometerzähler.
Das schönste an Tangstedt?
Start in Tangstedt und erste Pause am Kanal
Wir starteten in Tangstedt, wie bei so vielen Touren. Der Treffpunkt bietet sich einfach an.
Unsere erste Pause machten wir am Rastplatz Backemoor, direkt am Elbe-Lübeck-Kanal.
Honda ADV 350 + Yamaha TMax 560Elbe-Lübeck-KanalRastplatz Backemoor„Schön sind wir sowieso…!“
Boltenhagen – Top-Imbiss mit 5 Sternen
Danach ging es weiter durch wunderbare Landschaften bis Boltenhagen. Dort lockte Christopher der Promenaden-Imbiss – 4,9/5 Punkte bei Google. Der muss ja gut sein!
Und der war auch mega gut. Mein Matjesbrötchen war ein echter Genuss, und die Leute hinterm Tresen extrem freundlich. Auch von mir: volle fünf Sterne!
Dann noch mal eben zur Seebrücke. Ein bisschen Leute schauen. Parken war schwierig. Also parkten wir bei den Fahrrädern. Kostet nun pro Person EUR 55! Sauber, der Mann vom Ordnungsamt. Aber warum macht er aus unseren Kraftrollern Kleinkrafträder?
Schön angelegt, am Abschnitt 14+ 15 ruhig!Promenaden-Imbiss BoltenhagenEs schmeckt einfach superMatjesbrötchen: Dillgurken, frische rote Zwiebeln, SalatblattRäucherlachsbrötchen, sehr lecker!
Kittlitz: Kaffee, Torte und Zwerghühner
Weiter geht unsere schwungvolle Fahrt nach Kittlitz ins Dielencafé. Und deren Slogan – „Alles unter 300 Gramm sind Kekse“ – sah man den Tortenstücken an.
Zwischen den Beinen stolzierten hübsche Zwerghühner, und die Sonne verwöhnte uns.
4 oder 5 Hühner unterwegsZum essen viel zu schade… ^^Netter GartenPlemperliese und lekka KuchenWatt, Kuchen is alle?
Heimweg mit Kurvenfreude
Dann hieß es aber: Heimweg antreten!
Auch hier wieder eine wunderbare Strecke mit vielen guten Kurven und erfreulich wenig Verkehr.
In Hamburg trennten sich dann unsere Wege.
Supergute Route
Fazit
Christopher, das hat heute viel Spaß gemacht. Und es passte wieder so vieles – einschließlich dem tollen Wetter. Vielen Dank für den schönen Tag – und bis zum nächsten Mal!
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