Der Norden rollert.

Rollerclubs im Norden – ein persönlicher Streifzug

Mein erster Club, die Alster-Roller, sind zuhause im Süden Schleswig-Holsteins – oder im Norden Hamburgs. Kommt ganz drauf an, aus welcher Richtung man gerade anrollt … 😉

Mein zweiter Club war der Honda-Helix-Club-Nord, mit seinem Schwerpunkt rund um Mölln und Ratzeburg. Mit ihnen habe ich meine erste große Ausfahrt erlebt – fast 20 Roller auf einen Streich! Diese Masse an Motorrollern hat mich total geflasht und regelrecht in ihren Bann gezogen.

Danach kam der nächste Schritt: die Rollerfreunde Hamburg, ein Club, der vor allem im Süden der Hansestadt unterwegs ist. Leider kamen wir nicht zusammen. Aber auch sie gehören zu den festen Größen in der norddeutschen Rollerszene.

Alle drei Clubs – Alster-Roller, Helix-Club und Rollerfreunde Hamburg – sind schon lange dabei. Sie haben die vergangenen Jahre überdauert, sich weiterentwickelt und wirken heute vitaler denn je. Viele andere Gruppen hingegen sind verschwunden – schade, aber auch ein Ansporn, bestehende Strukturen zu stärken.

Wer durch Schleswig-Holstein cruist, weiß: An Bauerncafés führt kein Weg vorbei! Und ein Club hat das gleich zum Programm gemacht: die Rollerfreunde Käffchentourer – sie dürften jedes Café zwischen Nord- und Ostsee kennen. 😄

Doch auch neue Clubs bereichern inzwischen die Szene:

  • Die MP3-Verrückten aus dem Norden Hamburgs widmen sich voll und ganz den dreirädrigen Rollern.
  • In Neumünster sind die Rollerpossis zuhause – mit kleinerem Hubraum, aber mindestens genauso viel Fahrspaß!

Blickt man ein Stück weiter nach Niedersachsen, sticht sofort der Rollerclub 2000 ins Auge. Auch hier blickt man auf eine langjährige Gemeinschaft zurück.
Hinzu kommen die Rollerfreunde Rotenburg, die Rollerfreunde Syke und natürlich die traditionellen Leonardo-Rollerfreunde Bremen – alle mit treuen Mitgliedern und hohem Wiedererkennungswert.

Ein Stück weiter südlich, aber immer noch im Norden, rollen die Lüneburger Rollerfahrer durchs Land. Und wer sich bis in den Harz wagt, trifft dort auf die sympathischen Rollerfreunde Harz.

All diese Clubs – und hoffentlich noch viele mehr, die ich nicht alle namentlich erwähnt habe – bilden gemeinsam eine lebendige, vielfältige Rollerszene im Norden. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein und mich aktiv einbringen zu dürfen.

Und zum Schluss ein kleiner Abstecher gen Osten – nach Brandenburg:
Dort heißen dich die Rollerfreunde Prignitz herzlich willkommen!

Danke an euch alle – für euer Engagement, eure Begeisterung und eure Liebe zum Motorroller!

Kuchen geht immer…

Egal, wie ungemütlich das Wetter draußen gerade ist – im Café ist es meist kuschelig.

Und wenn dazu noch Tortenträume serviert werden, rückt die Welt ganz von selbst wieder an ihren Platz.

Draußen darf es ruhig stürmen, regnen oder toben. Hier drinnen ist Zeit. Und Ruhe.

Auf meinen Rollertouren habe ich im Laufe der Jahre so manche kleine Perle entdeckt. Orte, die man nicht sucht – sondern findet. Und wenn es das Wetter einmal nicht anders zulässt, dann macht auch die Anfahrt mit dem Auto Freude. Der Weg zählt.

Und weil meine Liebe nicht nur dem Roller, sondern auch gutem Eis und feinem Kuchen gilt, habe ich für alle Gleichgesinnten eine eigene Seite aufgebaut.

Für Genießer. Für Entdecker. Für Menschen, die wissen, dass ein guter Moment manchmal einfach nach Vanille, Sahne und einem warmen Platz schmeckt.

– Kuchen – Kuchen – Torten – Torten – Kuchen – Kuchen – Torten – Torten –

7 Jahre Treffpunkt Motorroller

Und wieder über 10.000 Kilometer mehr auf der Uhr…

Das erste Highlight des Jahres war der MoGo Lübeck 2025 Ende April.
Gemeinsam mit den Alster-Roller und Kasi on Tour haben wir über 50 Großroller auf die Straße gebracht. Das Wetter war auf unserer Seite – so soll es sein!

Das zweite dicke Ding war dann das gemeinschaftlich organisierte Großrollertreffen am 11. Mai am Schaalsee. Neben Treffpunkt-Motorroller.de waren auch die Rollerfreunde Prignitz und Kasi on Tour beteiligt. Zusammen haben wir das Treffen zu einem vollen Erfolg gemacht – über 65 Großroller sprechen für sich! Für das nächste Jahr haben wir drei Orgas schon neue Ideen.

Nummero drei: unsere Vier-Tages-Tour mit den Alster-Rollern ins Weserbergland, ins Hotel Löwenherz. Zwölf Rollerverrückte gaben alles – Fahrspaß pur!

Doch das war noch längst nicht alles:
Die Alster-Roller feierten im Juni ihr 15-jähriges Bestehen. Chapeau!

Auch meine Freunde aus der Prignitz waren zu Besuch in Schleswig-Holstein – ein wunderbarer Ausflug. Und sie haben schon angekündigt, wiederzukommen!

Meine Touren zum Selenter See waren zwar oft von Regen begleitet, aber die Strecke ist jedes Mal die Fahrt wert. Genauso wie all die anderen kleinen Touren, die ich allein, in kleiner Runde oder zu zweit gefahren bin – etwa mit Christopher nach Boltenhagen.

Zwischendurch habe ich hier im Blog immer wieder meine Meinung zur Motorroller-Community kundgetan.

Und dann kam der traurigste Moment des Jahres:
Am 15. Oktober verstarb Andrea – viel zu früh, viel zu schnell.

Nicht nur in ihrem Sinne werde ich weitermachen, sondern für alle Motorroller-Verrückten, die Spaß an diesem großartigen Hobby haben.

Zum Schluss möchte ich noch eines sagen – weil es mich einfach freut:
All die Stinkstiefel des letzten Jahres haben dieses Jahr keine Rolle mehr gespielt. Sie haben der Szene zwar Schaden zugefügt, sie dadurch aber auch stärker gemacht. Heute spielen sie keine Rolle mehr – und das ist gut so.

Und 2026?
Da wird noch einiges passieren. Bleibt gespannt und neugierig!

Euer Uwe

Andrea, Danke!

Es gibt Menschen, mit denen verbringt man nicht viel Zeit.

Andrea und ich hatten etwas über ein Jahr – mehr nicht. Und doch hat sie tiefe Spuren in mir hinterlassen.

Andrea war eine Naturgewalt: groß, kräftig und voller Gefühl.

Und dann kommt da so ein Arschloch um die Ecke – namens Krebs. Ein richtig mieses Arschloch: Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Im September 2024 haben wir angefangen, über das zu sprechen, was da kommen wird.

Schon dieser erste Tag – beim Eis in der Eis-Liebe und unsere Fahrt nach Bad Segeberg an den See – war groß und emotional.

Eine ihrer Fragen damals war, ob man sie vergessen wird. Ich konnte schon da sagen: Niemand wird vergessen. Und dass es im Herzen mehr als einen Platz geben kann.

Es folgten Monate voller Mut und Zuversicht, aber auch Rückschläge – und schließlich unser letztes Gespräch. Bei Andrea im Krankenhaus.

Ich hatte mir Zeit genommen, keine weiteren Termine an diesem Tag.
Wir sprachen über fünf Stunden. Andrea erzählte mir aus ihrem Leben – wild, bewegt, verletzt. Von Liebe, Erfüllung und dem Danach.

Ich war tief bewegt von ihrer Klarheit und ihrem Mut. Von ihrem großen Herzen.

Nach unserem Gespräch schrieb ich zwei Songs: einen über Andrea, ihr Leben und ihre beiden großen Leidenschaften – Angeln und Motorroller – und einen über unser Thema am Krankenbett: Dass wir auf der anderen Seite wiedersehen, wen wir hier geliebt haben – und wer uns hier geliebt hat.

Und dann kam die Nachricht am 15.10.2025: „Andrea ist friedlich im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen.“

Gute Reise, Andrea – wir werden uns wiedersehen!

Dreirad Motorroller, darum!

Das Thema Dreirad Motorroller geht in der allgemeinen Euphorie der Biker klang- und sanglos unter.

Einen Motorroller mit zwei Rädern zu grüßen und zu akzeptieren, fällt den „gestandenen“ Motorradfahrern schon sehr schwer. Aber wenn der Scooter auch noch ein drittes Rad hat, dann ist wirklich Schluss mit lustig.

Genial zu sehen, wie die „Biker“ selektiv die Gruppe grüßen! Schlimm ist, wenn man aus Versehen in eine Gruppe Motorräder kommt. Die entgegenkommenden Brüder im Geiste haben keine Scheu vor Peinlichkeiten, ihrerseits.

Ich schweife aber ab.

Bereits 2020 war ich auf einem Dreirad-Motorroller Treffen am Coffee to Fly. Und war sehr begeistert von den FahrerInnen.

In den letzten fünf Jahren hat sich zu diesem Thema bereits viel getan und bei meinem Club, den Alster-Roller, fahren immer mehr PilotInnen auf drei Rädern mit.

Die Gründe mit einem dreirädrigen Motorroller zu fahren sind vielfältig. Ich lasse diese mal aussen vor. Denn es zählt ja, was der Fahrende daraus macht.

Dreirädrige Motorroller, immer mit dabei!

Und Jahreskilometerleistungen um die 8.000 -10.000 Kilometer (und mehr) sprechen für sich. Da kommt so mancher Schönwetterfahrer auf seinem fetten Motorrad in 10 Jahren nicht ran.

Mittlerweile gibt es reichlich Auswahl. Egal ob die Dreirad-Scooter von Piaggio, Yamaha, Peugeot, Kymco oder Quadro V3 kommen, Spass machen sie alle und an Leistung für den Spass und die Freude mangelt es auch nicht.

Man kann wählen zwischen 300 – 550 ccm und hat je nach Modell und Anbieter zwischen 25 – 51 PS zur Verfügung.

Das Fahren ist etwas anders als auf zwei Rädern, aber schnell hat man sich dran gewöhnt.

Ich persönlich freue mich über die Rollerfreunde mit drei Rädern. Und auf die nächste Tour mit Euch!

DLzG

Wir unterstützen Ricardo!

Wir Alster-Roller unterstützen Ricardos Wunsch nach einem rollstuhlgerechten Fahrzeug, damit er unabhängig und selbstbestimmt leben kann.

Mich als Admin der Alster-Roller und Webmaster von treffpunkt-motorroller.de berühren Ricardos Lebenswille und sein Mut zutiefst.

Meine Kinder sind gesund und munter und haben alle Möglichkeiten dieser Welt, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Nicht anders geht es mir und meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis.

Deshalb habe ich mich entschieden, mit meinen bescheidenen Mitteln zu helfen. Vielleicht kann ich auch Dich motivieren, den kleinen Umweg über GoFundMe zu gehen.

Warum teilen?
Mal ganz ehrlich: Wie sollen über 52.000 Euro zusammenkommen, wenn nur ein paar Hundert Menschen den Aufruf lesen und spenden? Deshalb braucht es viel mehr Leser – und noch mehr Spender!
Teilt den Aufruf immer wieder über WhatsApp, Facebook, TikTok und alle anderen sozialen Netzwerke. Wieder und wieder!

Wie viel spenden?
Klar, jeder Euro zählt! Wenn 52.000 Menschen je einen Euro spenden würden, dann…

Aber das ist unrealistisch. Deshalb: Eine Spende ab 10 Euro ist viel zielführender – die merkst Du in deinem Portemonnaie kaum.
Aber Ricardo merkt sie. Mit jedem Zehner!

Sei dabei – vor allem dann, wenn wir es gemeinsam geschafft haben, Ricardo diesen Traum zu erfüllen.

Ich spende für Ricardo. Und ich teile den Spendenaufruf.

Frühlingsgedanken und Saisonstart

Jetzt, wo die Tage endlich wieder länger hell sind und sich langsam auch die Sonne blicken lässt, kommt die Lust zurück, auf meinen TMax 560 zu steigen.

Ich gehöre ja bekanntermaßen zur Fraktion der Warmduscher. Am liebsten starte ich erst, wenn die Temperaturen mindestens 12 Grad erreichen!

Auf der Suche nach einem humorvollen Begriff für ein Saisonkennzeichen stieß ich bei Google auf folgende Seite: Humorarchiv/Motorradfahrerjargon. Kann man sich mal anschauen.

Mit meinen 48 PS lohnt sich ein Abmelden bzw. ein Saisonkennzeichen wirklich nicht. Viele „echte“ Biker mokieren sich ja gerne über die Fahrer mit Strichkennzeichen. Kann doch jeder so machen, wie er es für richtig hält! Aber mit der Toleranz unter Motorradfahrern ist das sowieso immer so eine Sache.

Meine erste Tour 2025 führte mich gleich zum Nord-Ostsee-Kanal ins Eisstübchen in Rendsburg. Eine ideale Strecke, um sich einzufahren.

Je eine Kugel: Vegas, Sylter Sahne, Schwedisch Karamell und Karamell Krokant

Eigentlich war das Wetter sehr angenehm, und ich war entspannt unterwegs. Allerdings stellte sich die Konfiguration zwischen Navi, Handy und Headset als suboptimal heraus. Alle paar Minuten kam die nervige Ansage: „Verbindung konnte nicht hergestellt werden!“ Da war sehr schnell Schluss mit der Entspannung! Den Fehler konnte ich tatsächlich erst zuhause beheben.

Einer meiner Gedanken auf der Tour galt auch den Konsequenzen, die ich letztes Jahr auf mich genommen habe, weil ich persönlich sehr ungern mit Motorrädern unterwegs bin. Ich verstehe die wenigen Biker absolut, die gerne in gemischten Gruppen fahren möchten – und ich will das eben nicht! Leider konnten das letztes Jahr nur wenige nachvollziehen. Toleranz ist nun mal keine Einbahnstraße. Mal sehen, ob es dieses Jahr etwas besser wird.

Zu den Konsequenzen zählt auch, dass ich nun kein Mitglied mehr beim Honda-Helix-Club-Nord bin. Daher wird es 2025 weniger Tourberichte geben. Der Vorteil: Ich habe jetzt mehr Zeit für meinen eigenen Club, die Alster-Roller.

Erstaunt war ich auch darüber, dass es tatsächlich selbst in so lockeren Gruppierungen wie Rollerclubs, Machtspielchen gibt. Ey Leute, tobt euch zuhause im Garten aus oder geht wieder arbeiten, wenn euch das Leben in der Rente zu langweilig ist!

Jetzt freue ich mich darauf, bald das erste zarte Grün zu sehen, das uns in den kommenden Tagen entgegen sprießen wird – bevor die Natur dann voll und ganz erblüht.

Das Coffee to Fly bleibt weiterhin mein Hotspot. Besser geht es hier in der Nähe einfach nicht!

Außerdem habe ich einen kleinen Laden entdeckt, der geschmackvolle Motorradbekleidung anbietet und einen sehr engagierten Service betreibt: 24 Helmets in Hamburg. 24 Helmets hat eine große Auswahl an besonderen Helmen und ausserdem ein Faible für Baseballcups. Ebenfalls befinden sich wirklich schicke Jacken und Streetwear in den Regalen. Hier nur einige genannte Marken: John Doe, NACA, North of Berlin, BELL und viele andere. Eine wohltuende Alternative zu den omnipräsenten Louis-Filialen. Schaut dort mal vorbei – ich bin mir sicher, der Laden wird euch gefallen.

Das waren ein paar Gedanken zum Start in die neue Saison. Ich wünsche uns allen eine unfall- und pannenfreie Fahrt!

DLzG

WhatsApp Kanal für Treffpunkt Motorroller!

Wer schnell informiert werden möchte über News und Themen rund um den Motorroller, kann nun auf WhatsApp meinen Kanal abonnieren.

Einige News schaffen es nicht als Bericht im Blog zu erscheinen, daher ist der Kanal eine super zusätzliche Info.

Außerdem gibt es viele Terminerinnerungen zu eingetragenen Touren.

Treffpunkt Motorroller 😉

Adventsfeier beim Honda-Helix-Club-Nord

Dieses Jahr war ich wieder bei der Adventsfeier des HHCN mit dabei.

Gefeiert wurde im Landhaus Schäfer in Lütjensee.

Startzeit war 12 Uhr. Wie gewohnt waren alle wieder sehr pünktlich da. Und ich mit meinen 3 Minuten Verspätung hatte nun nicht mehr so die freie Platzwahl. Ich glaube, es waren mind. 30 Leute da. Viele Mitglieder sind mit ihren Partnerinnen gekommen.

Letztlich sass ich in netter Gesellschaft von Martin und Inge, Frank und Elke, Andreas und Frau, Manfred und Frau und Heinz.

Wir hatten eine guten Blick auf die Leinwand und auf das restliche Geschehen.

An dieser Stelle ein Dank an die beiden Organisatoren Hans-Werner und Ecki. Und Matthias für seine Ausführungen und Rückblicke auf das Rollerjahr 2023.

Übrigens, der neue Mitgliedsbeitrag für den HHCN beträgt ab 2024 EUR 20,00!

Nach dem Essen ging es für einige zum Kegeln oder nach draussen, in die eisige Winter-Luft.

Apropos Essen. Ich hatte eine halbe Ente mit Rotkohl und Klössen, fantastisch! Kein Vergleich zu meinem Gänsebraten Anteil bei der letzten Adventsfeier.

Nach Kaffee und Kuchen ging es dann über winterliche Strassen nach Hause.

Wie heisst es so schön, nach der Adventsfeier ist vor der Adventsfeier. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Und dann blicken wir auf 2024 zurück… 🙂

Leserbriefe an Treffpunkt Motorroller

Es gibt tatsächlich, zusätzlich zu den Kommentaren im Blog, auch noch Zuschriften per Mail.

Oft werden Fragen zum Yamaha X-Max gestellt, oder es gibt nur ein kurzes Feedback. Interessant war auch zu erfahren, dass es eine Motorradvereinigung für schwule Biker gibt, und die Frage an mich gerichtet, ob ich auch eine schwule Motorrollervereinigung kennen würde. Ganz ehrlich nein, wahrscheinlich weil Heteros und Schwule Rollerfahrer gerne auch zusammen fahren. Warum denn auch nicht?

Nun habe ich einen Leserbrief im Oktober erhalten, den ich gerne veröffentlichen möchte. Nach Rücksprache mit dem Schreiber werden hier sein Name, Herkunft und Veranstaltungsort unkenntlich gemacht!

Nun viel Spass beim lesen. Auf Eure Meinung bin ich gespannt!


Moin Uwe,

Mein Name ist F.T und ich bin des öfteren auf Deinen Seiten zu Gast und lese u.a. immer die Berichte über die Touren, die Du mit anderen Rollergruppen fährst.

Dabei fällt mir immer wieder Deine loyale Art zu schreiben auf und es macht Spaß, von Deinen Erlebnissen zu lesen.

Meine Leidenschaft für das Rollerfahren ist erst vor 5 Jahren „ausgebrochen“. Hier in der Pxxxx gibt es nicht so sehr viele Gleichgesinnte – oder ich habe sie noch nicht gefunden.

Um nicht immer alleine unterwegs zu sein habe ich Hilfe zur Selbsthilfe betrieben und über Zeitungsanzeigen, Internetforum und Aushängen im hiesigen Motorradladen die „Rollerfreunde Pxxxx“ ins Leben gerufen.

Der Erfolg war relativ mäßig und hat bis jetzt nur 5 aktive und 4 irgendwie immer kranke Rollerpiloten ergeben.

Bis jetzt gibt es nur unsere Mailadresse und einen Chat bei „Signal“ und „whats app“ zur Verständigung.

Ich würde auch gerne mal mit anderen Gruppierungen die eine oder andere Tour fahren bin aber jetzt absolut entmutigt, denn:

Ich habe im Sommer das erste mal an einem Rollertreffen teilgenommen. Es fand in der Rxxxx statt und ging über eine gute Woche. Ich selbst war nur für zwei Tage angemeldet und war schon am ersten Tag bedient!!!!

Ich habe eine genaue Vorstellung vom Rollerfahren, soll heißen, cruisen über Bundes- und Landstraßen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auch mal mit Zeit, nach links oder  rechts der Straße zu schauen.

Aber was ich dort erlebt habe, war das genaue Gegenteil. Es gab vor Beginn der Tour kein Briefing o.ä. und die generellen Vorgaben für Fahren in der Gruppe, wie z.B. ein absolutes nogo für Überholen in der Gruppe, waren scheinbar gänzlich unbekannt. Und wenn der Führende mindestens 100 km/h fährt, ist uns beiden wohl klar, wie schnell der Rest der Truppe unterwegs ist … und das auf fremden Straßen mit teilweise haarigen Kurven.

Ich wohne hier in unserem beschaulichen B.W. in einer Siedlung mit 30er Zone und schicke jedem unverständliche Blicke hinterher, der sich nicht daran hält.

Und dann kann es ja wohl gar nicht sein, dass ICH in einer fremden Gegend mit 80 Sachen in mir fremde Ortschaften rase, nur um den Anschluß nicht zu verlieren und zu schauen, wo wird denn wohl abgebogen etc.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass es im hinteren Teil der Gruppe zu zwei (Gott sei Dank) kleineren Unfällen kam, die aber vorne in der Gruppe gar nicht bemerkt wurden.

Und als Highlight des Tages fragt mich ein Teilnehmer, der mich überholt hatte, abends beim Essen: sag mal, Du hast doch so einen großen Roller (650er Burgmann), läuft der nicht schneller ????  Absolutes Unverständnis meinerseits, denn ich war im Mittelfeld mit über 100 km/h auf der Landstraße unterwegs.

Abschließend sei gesagt, für mich war das eine negative Lehrstunde für Fahren in einer großen Gruppe und am nächsten Tag bin ich wieder nach Hause gefahren. 

Vielleicht habe ich auch einfach einen schlechten Tag erwischt; möglicherweise … das macht aber die Sache an sich auch nicht besser.

So Uwe, und  nun zu Dir 🙂

Du bist doch auch oft in großen Gruppen unterwegs.Wie sind Deine Erfahrungen?

Deine Berichte lesen sich immer so schön 🙂  Ist das wirklich immer so?

Ich überlege hin und wieder, vielleicht mal bei einer Tour mit dem HHCN in der nächsten Saison teilzunehmen.

Du wirst aber sicher verstehen, bei meinen Erfahrungen bin ich etwas „gehandicapt“.

Ich verstehe mich selbst nicht als Langsamfahrer oder sowas, aber beweisen muss ich niemanden etwas.

So,  jetzt reicht es aber auch 🙂

Schon jetzt vielen Dank für Deine Geduld beim Lesen

Grüße aus der Pxxxx

F.T.


Ich sag dem Schreiber schon einmal Danke. Meine ausführliche Meinung zu dem Thema hab ich ihm bereits mitgeteilt. Ich bin auf eure Meinung gespannt! Entweder hier im Kommentar oder per E-mail. 🙂