Der Aschberg ist eine 98 m ü. NHN hohe Erhebung im Naturpark Hüttener Berge in Schleswig-Holstein. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Ostsee. Über den Aschberg verläuft der Naturparkweg, der fünf Naturparks in Schleswig-Holstein für Wanderer verbindet.
Auf dem Aschberg
Aber ich wollte ja nicht wandern, sondern bei sonnigem Wetter und angenehmen 16 °C mit meinem TMax fahren!
Ich hatte mir keine besondere Route erarbeitet, sondern verließ mich auf die „Kurviger“-Einstellung meines Garmin-Navis. Mal ehrlich: Wenn ich bei Stufe drei (von vieren) fast nur über Bundesstraßen und Landstraßen geführt werde, kann man sich diese Funktion sparen. Bei Stufe vier wird man hingegen gerne mitten durch Städte geschickt – da wird dann jede Gasse mitgenommen. Sehr ungeil!
In Jevenstedt fiel mir eine Shell-Tankstelle ins Auge, die gleichzeitig als Baumarkt dient. Hinter dem Kassentresen findet man dort noch reichlich Platz für allerlei Baumarktartikel – so etwas habe ich noch nie gesehen!
Besondere Shell in Jevenstedt
Die Route selbst war nicht besonders aufregend, aber am Aschberg gab es dafür einiges zu sehen. Die Aussicht, die klare Luft und das Gefühl, auf einer der bekanntesten Erhebungen Schleswig-Holsteins zu stehen, machten den Stopp lohnenswert.
Luftige Angelegenheitdas Ding besteht nur aus Löchern…Verdammt weit oben!Prima Sicht!Kunst am BergNoch mehr Weitsicht!Schwalbe und TMax 560
Die Rücktour führte mich wieder durch Sarlhusen. Dort gibt es einen Hof, bei dem die Kühe direkt an der Straße stehen und oft auch dort gefüttert werden. Ein kleines Stück Idylle am Wegesrand!
Ich liebe es, wenn die Kühe dort gerade gefüttert werden!
Natürlich wollte das Garmin, dass ich mal wieder (zum 1000. Mal) durch Bad Bramstedt fahre. Ich habe mich aber entschlossen, gleich nach Brokstedt links Richtung Hasenkrug abzubiegen. Tja, liebes Navi, das wäre eigentlich dein Job gewesen – und so wurde die Heimfahrt gleich viel interessanter.
Über Großenaspe ging es Richtung Bimöhlen und dann auf die A7 bei Bad Bramstedt.
Auf der Autobahn erwischte mich noch ein kurzer, fünfminütiger Regenguss. Dank guter Imprägnierung blieb ich trocken und rollte schließlich selig und zufrieden in Quickborn ein.
In der Vergangenheit habe ich oft erlebt, was passiert, wenn Motorradfahrer versuchen, sich in Rollergruppen einzubringen. Der Ton ändert sich. Der Fokus verschiebt sich. Auf einmal geht es um PS, Dominanz, Besserwisserei – nicht um Zusammenhalt, Rücksicht oder geteilte Freude. Ganze Gruppen wurden dadurch ins Wanken gebracht. Die Atmosphäre, die gewachsene Kultur – all das geriet unter Druck. Manche Gemeinschaft leidet heute noch an diesen Nachwirkungen.
Ich habe nicht etwas gegen Motorräder. Viele von uns haben selbst mal eins besessen oder sind offen für Technik und Vielfalt. Aber: Rollerfahren ist mehr als nur Fortbewegung. Es ist ein eigener Stil, ein anderes Lebensgefühl – und daraus entsteht etwas Wertvolles: eine Gemeinschaft auf Augenhöhe.
Und zu dieser Rollerwelt gehören selbstverständlich auch die Dreirad-Motorroller, also die Fahrzeuge mit zwei Vorderrädern.
Sie bringen oft Menschen zurück auf die Straße, die sonst gar nicht (mehr) fahren könnten – ob durch körperliche Einschränkungen, Unsicherheiten oder einfach aus Komfortgründen.
Auch sie stehen für das, was uns verbindet: Freiheit, Stabilität, Freude am Unterwegssein.
Dreiradroller sind Teil der Szene. Und sie sind willkommen – ausdrücklich.
Ich habe durch meine Erfahrungen gelernt. Und rechtzeitig die Weichen gestellt.
Eine Roller-Community bleibt eine Roller-Community.
Denn wir fahren nicht, um uns zu messen. Wir fahren, um gemeinsam unterwegs zu sein. Weil uns der Weg wichtiger ist als das Ziel. Weil wir wissen, dass echte Gemeinschaft nicht vom Hubraum kommt – sondern vom Herzen.
Warum eigenständige Motorrollerclubs unverzichtbar sind
Gerade in einer Zeit, in der alles immer mehr verschwimmt – Typen, Szenen, Interessen – braucht es stabile Anker: Motorrollerclubs, die klar bei sich bleiben. Diese Gruppen sind das Rückgrat der Roller-Community. Sie halten Kultur und Geist des Rollerfahrens lebendig, geben Raum für Begegnung, Austausch, Zugehörigkeit.
Ein eigenständiger Rollerclub hat nicht nur organisatorische Aufgaben – er ist Träger einer Haltung. Er schützt den Charakter der Gemeinschaft vor dem Auseinanderdriften, er gibt neuen Fahrern Orientierung, er schafft einen sicheren Raum für respektvolles Miteinander.
Ohne diese Clubs würde die Szene sich auflösen. Verlieren wir diese klaren Strukturen, verwässert die Kultur – bis am Ende nur noch eine diffuse Menge übrig bleibt, in der niemand mehr weiß, wofür man eigentlich zusammenkommt.
Darum ist es so wichtig, dass sich Rollerclubs nicht anpassen – sondern Position beziehen. Nicht um auszugrenzen, sondern um das zu bewahren, was uns ausmacht.
Gerade deshalb sind eigenständige Motorrollerclubs so wichtig. Sie bewahren diese Kultur. Sie schaffen Raum für Austausch und Freundschaft auf Augenhöhe. Sie schützen das, was uns verbindet.
Motorrollerfahren ist kein Ersatz. Es ist eine eigene Kultur.
Und genau dazu stehe ich!
Harz 2018
Wattwürmer 2019
Motorroller Treffpunkt Lühe
Tripod Treffen Hamburg 2020
Honda-Helix-Club-Nord, Bad Segeberg, 2020
Fähre Sehestedt, 2021
On Tour
On Tour
Fährhaus Twielenfleth 2022
In Reih und Glied, Alster-Roller 2023
On Tour
Schaalsee, Start der Saison mit 25 Motorrollern, 2024
Zwischen Schauer und Sonne: Probetour zum Selenter See
Ich möchte mich ja gar nicht beschweren. Jedenfalls nicht so wirklich. Die letzten Jahre waren einfach immer zu trocken – das konnte ich in meinem Garten gut beobachten.
Dieses Jahr sieht das ganz anders aus. Der Garten freut sich, und natürlich auch die gesamte Natur drum herum. Aber für viele Zweiradfahrer – mich eingeschlossen – ist dieser Sommer eine echte Herausforderung!
Touren im Regenmodus
Die eine oder andere Rollertour wurde bereits gecancelt. Auch meine geplante Tour zum Selenter See am 03.08. sieht im Wetterbericht nicht gerade vielversprechend aus: 90 % Regenwahrscheinlichkeit – das ist eine Ansage!
Da ich ohnehin noch einmal die Strecke probefahren wollte und es heute laut Vorhersage trocken bleiben sollte, wagte ich den Start ab Tangstedt.
Und was soll ich sagen: Es goss wie aus Eimern!
Richtig viel Regen…
Regenpremiere nach 11 Jahren
Zum Glück war ich noch vor Ort und konnte mich rechtzeitig unterstellen und mein Regenzeug anziehen. Premiere! Seit mittlerweile 11 Jahren fahre ich Roller – heute war ich zum ersten Mal im Regenanzug unterwegs.
Bitte keine Post einwerfen!
Bisher hatte ich mich auf gut imprägnierte Kleidung und mein Glück verlassen. Beides hätte mich heute allerdings voll im Stich gelassen.
Der Schauer in Tangstedt war übrigens nur das Vorspiel. Aber – und das muss auch gesagt werden – zwischen den Schauern immer wieder blauer Himmel. Und das reicht, um durchzuatmen.
NassTrockenNassTrocken
Entscheidung gefallen
Ich habe mich daher entschlossen: Die Tour am Sonntag findet statt. Den Teilnehmern habe ich das bereits mitgeteilt. Die gewählte Strecke ist auch bei wechselhaftem Wetter gut fahrbar – das zählt!
Zwischenstopps mit Erinnerungswert
BilderbuchCafè ist leider zuTote Hose…
Nach dem Selenter See steuerte ich noch den Bikertreff am Plöner See an. Der wurde nun endlich fertig renoviert, und der Imbiss strahlt in frischem Glanz.
Der Butterkuchen war exzellent!
Auf dem Rückweg machte ich noch einen Halt am Segeberger See. Dorthin hatte mich letztes Jahr Andrea M. auf unserer gemeinsamen Tour geführt. Dieser Ort – und unsere Gespräche – sind tief in meiner Erinnerung. So sehr hat mich dieser Tag berührt.
20242025
Fazit: Gut gerüstet ist halb gewonnen
Ein paar kleine Schauer später war ich wieder zu Hause. Und ich muss zugeben: Gutes Regenzeug ist sein Geld wert – und macht das Fahren bei Regen deutlich entspannter!
Klar, auch dazu hab ich einen Song. Passt, auch wenn das Thema etwas anders ist!
Fleißigen Lesern meines Blogs wird der Name Christopher bekannt vorkommen. 2021 haben wir beide uns kennengelernt, als Christopher mich wegen meines X-Max 300 anfunkte. Er kaufte sich einen schicken neuen X-Max 300 – und ich mir meinen TMax 560. Gemeinsam sind wir einige Male zusammen mit unseren Motorrollern gefahren.
Aber eines Tages musste es für ihn ein Motorrad sein. Mehr PS, schnittiger und schneller. Wahrscheinlich hatte sein damaliger Motorradclub ihn indirekt beeinflusst.
Lange Rede, kurzer Sinn: Seit diesem Jahr fährt Christopher wieder voller Freude Motorroller. Nun ist er mit einem Honda ADV 350 unterwegs – und voll zufrieden.
Und ich darf mit ihm die erste lange und große Tour fahren! Darauf habe ich mich sehr gefreut, denn Christopher hat sich wieder eine super Strecke ausgesucht. Und da er ein sehr guter Fahrer ist, ging das heute mal richtig flott los!
Am Ende der Tour hatte ich schlappe 300 km neu auf dem Kilometerzähler.
Das schönste an Tangstedt?
Start in Tangstedt und erste Pause am Kanal
Wir starteten in Tangstedt, wie bei so vielen Touren. Der Treffpunkt bietet sich einfach an.
Unsere erste Pause machten wir am Rastplatz Backemoor, direkt am Elbe-Lübeck-Kanal.
Honda ADV 350 + Yamaha TMax 560Elbe-Lübeck-KanalRastplatz Backemoor„Schön sind wir sowieso…!“
Boltenhagen – Top-Imbiss mit 5 Sternen
Danach ging es weiter durch wunderbare Landschaften bis Boltenhagen. Dort lockte Christopher der Promenaden-Imbiss – 4,9/5 Punkte bei Google. Der muss ja gut sein!
Und der war auch mega gut. Mein Matjesbrötchen war ein echter Genuss, und die Leute hinterm Tresen extrem freundlich. Auch von mir: volle fünf Sterne!
Dann noch mal eben zur Seebrücke. Ein bisschen Leute schauen. Parken war schwierig. Also parkten wir bei den Fahrrädern. Kostet nun pro Person EUR 55! Sauber, der Mann vom Ordnungsamt. Aber warum macht er aus unseren Kraftrollern Kleinkrafträder?
Schön angelegt, am Abschnitt 14+ 15 ruhig!Promenaden-Imbiss BoltenhagenEs schmeckt einfach superMatjesbrötchen: Dillgurken, frische rote Zwiebeln, SalatblattRäucherlachsbrötchen, sehr lecker!
Kittlitz: Kaffee, Torte und Zwerghühner
Weiter geht unsere schwungvolle Fahrt nach Kittlitz ins Dielencafé. Und deren Slogan – „Alles unter 300 Gramm sind Kekse“ – sah man den Tortenstücken an.
Zwischen den Beinen stolzierten hübsche Zwerghühner, und die Sonne verwöhnte uns.
4 oder 5 Hühner unterwegsZum essen viel zu schade… ^^Netter GartenPlemperliese und lekka KuchenWatt, Kuchen is alle?
Heimweg mit Kurvenfreude
Dann hieß es aber: Heimweg antreten!
Auch hier wieder eine wunderbare Strecke mit vielen guten Kurven und erfreulich wenig Verkehr.
In Hamburg trennten sich dann unsere Wege.
Supergute Route
Fazit
Christopher, das hat heute viel Spaß gemacht. Und es passte wieder so vieles – einschließlich dem tollen Wetter. Vielen Dank für den schönen Tag – und bis zum nächsten Mal!
Heute stand für meinen TMax 560 der TÜV an. Kein Grund zur Sorge: Der Prüfer war zufrieden – keine Mängel, alles im grünen Bereich. Mit vier Jahren auf dem Buckel und 41.000 Kilometern auf dem Tacho ist das für einen TMax auch keine Überraschung.
Da das Wetter mitspielte und der Regen ausblieb, nutzte ich die Gelegenheit für eine spontane Tour – ursprünglich ab Kaltenkirchen geplant, letztlich über fast drei Stunden durch Schleswig-Holsteins Norden. In der beigefügten Grafik seht ihr jedoch eine kleine Änderung: Künftig starte ich diese Tour ab Quickborn – das ergibt einfach mehr Sinn, auch logistisch.
Originaltour nach Google MapsMittlerweile stark abgeänderte Tour.
Zunächst ging es über Schmalfeld und Lentföhrden Richtung Weddelbrook. Eine Gegend, die mich jedes Mal begeistert: ruhig, kurvig, landschaftlich schön. Man könnte dort gut den ganzen Tag verbringen und einfach Strecke machen.
Eigentlich war Itzehoe angepeilt, aber der Stadtverkehr reizte mich wenig – also drehte ich in Schlotfeld um. Die Gegend verlor ohnehin etwas an Charme. Stattdessen schlug ich den Bogen über Kellinghusen ein – und landete schließlich auf der Strecke Richtung Rosdorf und Rade. Eine goldrichtige Entscheidung! Diese Passage mit ihren Kurven, der hügeligen Landschaft und den weiten Blicken versprühte echtes Urlaubsfeeling.
Klingt doch fast nach Urlaub, oder? ^^
Zurück ging es über Willenscharen, eine Strecke, die wir bei Ausfahrten häufiger nutzen – nicht nur wegen der schönen Kurven, sondern auch wegen des bekannten Parkplatzes, der zum kurzen Verweilen einlädt.
Ein kurzer Stopp in Bad Bramstedt durfte nicht fehlen – genauer gesagt in der Eisdiele Venezia. Wer dort noch nicht war: klare Empfehlung! Leckeres Eis, guter Kaffee und ein freundlicher Service – was will man mehr?
Salted Caramel und Snickerseis
Den Rückweg nahm ich über Struvenhütten und genoss noch einmal das entspannte Dahingleiten über schmale Landstraßen. Insgesamt eine richtig schöne Tour, mit viel Natur, wenig Verkehr und einem Mix aus bekannten und neuen Streckenabschnitten.
Fazit: Diese Route gehört definitiv ins Repertoire – besonders ab Quickborn. Für alle, die mal spontan ein paar Stunden rauswollen: klare Empfehlung. Und wer die Strecke über Rade noch nicht kennt, sollte sie unbedingt einmal unter die Räder nehmen – es lohnt sich.
In diesem Sinne passt auch meine eigene Musik ganz gut!
13.07.2025: Geplant war ja, mit den Alster-Rollern eine Tour ins Blaue zu machen. Aber der heutige Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Und so sagte einer nach dem anderen die Teilnahme ab.
Allein, allein…Rainer ist da!
Aber einer hatte keine Angst vor schlechtem Wetter: Rainer!
Dank Rainer hatten wir letztlich eine tolle Tour, die anders verlief als geplant. Unser Ziel sollte der Selenter See werden. Ich war bereits letztes Jahr am Selenter See und die Tour dahin hatte mich damals schon komplett begeistert.
Das Navi hatte heute einen guten Tag und mit ein klein bisschen manueller Nachbesserung hatten wir eine super Strecke gehabt.
Drei Regenschauer konnten uns nicht ausbremsen, und so fuhren wir auf der Hin- und Rücktour an folgenden Seen vorbei:
Warder See, Stocksee, Großer Plöner See, Kleiner Plöner See, Lanker See, bis wir am Selenter See ankamen. Der übrigens der zweitgrösste See in Schleswig-Holstein ist. Dort machten wir eine längere Pause, genossen unsere Fischbrötchen und planten den Rückweg.
Vor dem Cafè – BistroLecker Matjes BrötchenDer Platz vom Wasser aus…Der Platz vor dem Cafè – BistroRechte Seite des Selenter SeesAuf dem Steg…
Vorsichtshalber zog ich meine gelbe Regenpelle an, zum Glück habe ich sie nicht gebraucht.
Zurück ging es am Lebrader Teich, Trammer See, Schöhsee, Suhrer See sowie dem Vierer See vorbei.
Das Ganze auf Landstraßen, fernab vom Trubel, durch wunderbare Landschaften.
In Bad Oldesloe trennten sich Rainer und mein Weg. Und meine Regenpelle durfte unter der Sitzbank verschwinden.
Bis Quickborn hatte ich noch Glück mit dem Wetter, es zog sich bereits wieder bedrohlich zu.
Manchmal wird man für seinen Mut belohnt. Anders erging es einem befreundeten Rollerclub. Da waren zwar 10 Mann zusammengekommen, dafür hatten sie sehr viel Regen. Man kann nicht alles haben – LOL!
05.07.2025: Die Rollerfreunde Prignitz hatten sich vorgenommen, Schleswig-Holstein zu erkunden. Ihr Ziel war der Mittelpunkt unseres Bundeslandes. Mit Matze von den Rollerfreunden Syke war ich 2019 schon einmal in Nortorf, direkt am Mittelpunkt von Schleswig-Holstein.
Weil das von Quickborn aus gar nicht so weit entfernt ist, habe ich mich den Rollerfreunden aus Prignitz gerne angeschlossen – zumal es nicht unsere erste gemeinsame Tour war.
Wir trafen uns in Tangstedt auf dem Edeka-Parkplatz. Das Wetter sollte eigentlich durchwachsen und sehr regnerisch werden. Deshalb hatte ich mir extra neue Regenklamotten besorgt. Gebraucht habe ich sie aber nicht.
Ich führte die Rollerfreunde Prignitz über schöne Landstraßen bis kurz vor Neumünster. Unsere fantastische Strecke führte über den Götzberg bei Henstedt-Ulzburg, weiter durch Kisdorf, Kattendorf, Struvenhütten, Hartenholm und Heidmühlen bis nach Boostedt.
Dort übernahm das Navi die Führung und brachte uns prompt durch die – wie ich finde – hässlichste Stadt Schleswig-Holsteins: Neumünster. Und ich bekam in unserer kleinen Pause von Keith den lustigen Aufsteller geschenkt.
Zwischendurch informierten wir Dieter H., dass wir um 14:17 Uhr am Mittelpunkt sein würden.
Sender. Empfänger. Problematik!
Dieter wartete nämlich in Nortorf auf dem Marktplatz – das ist jedoch nur der Mittelpunkt von Nortorf. Zum Glück war Dieter H. geduldig, und so fanden wir uns schließlich dort zusammen. Wirklich ein lauschiger Platz, an dem wir auch noch einen begeisterten Vespa-Veteranen kennenlernen durften.
Von dort aus führte uns Dieter H. zum Hotel der Rollerfreunde in Molfsee – in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem neuen Außenminister Johann Wadephul.
Hier trennten sich dann unsere Wege. Ich hatte noch gut eine Stunde Heimweg vor mir, während der Himmel bereits tief voller Regen hing.
Der Regen kam dann auch – allerdings nicht auf meinem Heimweg, sondern blieb dort in der Region.
Im August sind die Rollerfreunde Prignitz drei Tage lang bei uns Alster-Rollern zu Gast. Darauf freue ich mich schon sehr!
Bis dann – und immer dran denken: Moin und herzlich willkommen!Und kiek mol wedder in!
PS: Keith Richards ist euch bestimmt auch aufgefallen, oder? Und wie witzig, er heisst im wirklichen Leben Dieter…
Am vergangenen 28 Juni 2025 stand für die Alster-Roller ein besonderer Termin im Kalender: Das 15-jährige Bestehen der Gemeinschaft sollte standesgemäß gefeiert werden – natürlich mit einer Tour auf den Motorrollern und gemütlichem Beisammensein.
Die Alster-Roller trafen sich um 9:00 Uhr am EDEKA in Tangstedt und machten sich dann unter der Führung von Siegi auf den Weg Richtung Malente. Die Strecke führte durch viele schöne Abschnitte, die zum entspannten Dahingleiten einluden und einmal mehr zeigten, warum die Alster-Roller so gerne durch ihr Heimatland, Schleswig-Holstein, gemeinsam unterwegs sind.
In Malente angekommen, wartete schon der nächste Programmpunkt: Dank Ingrids Organisation hatten die Alster-Roller Plätze auf der Fünf-Seen-Fahrt sicher. Die rund einstündige Bootstour bot herrliche Ausblicke und Zeit, um ein bisschen zu schnacken und das Jubiläum in aller Ruhe zu genießen.
Hungrig musste anschließend niemand bleiben: Im Bootshaus Dieksee waren für die Gruppe Tische reserviert. Dort konnte jeder selbst entscheiden, ob es ein Fischbrötchen oder lieber etwas anderes sein sollte – das Team hatte extra dafür eine kleine Auswahl vorbereitet.
Nach der Mittagspause übernahm Hansi und führte die Alster-Roller weiter in Richtung Aukrug. Gegen 15:30 Uhr erreichte die Gruppe Café „Alte Kaffeewirtschaft“, wo sie den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen konnten. Eine kleine Rede von Holger, Eddas Sohn, erinnerte an die vergangenen Jahre. Edda selbst hatte zudem wieder liebevoll an alle Alster-Roller & Friends gedacht und kleine Leckereien vorbereitet. Außerdem brachte sie ihre Worte sogar ausgedruckt mit, damit jeder sie noch einmal nachlesen konnte. Uwe hatte dann auch noch ein paar Worte an die Runde gerichtet.
Bevor die Alster-Roller das Café gegen 17:30 Uhr verlassen mussten, nutzten sie die Gelegenheit für ein Gruppenfoto im Freien. Ein schöner Abschluss, der den Tag rund machte.
Alles in allem war es ein gelungenes Jubiläum, das nicht nur die lange Geschichte der Alster-Roller unterstrichen hat, sondern auch wieder gezeigt hat, wie gut die Truppe funktioniert. Vielen Dank an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben – sei es durch Organisation, kleine Aufmerksamkeiten oder einfach dadurch, dass sie dabei waren.
Das Thema Dreirad Motorroller geht in der allgemeinen Euphorie der Biker klang- und sanglos unter.
Einen Motorroller mit zwei Rädern zu grüßen und zu akzeptieren, fällt den „gestandenen“ Motorradfahrern schon sehr schwer. Aber wenn der Scooter auch noch ein drittes Rad hat, dann ist wirklich Schluss mit lustig.
Genial zu sehen, wie die „Biker“ selektiv die Gruppe grüßen! Schlimm ist, wenn man aus Versehen in eine Gruppe Motorräder kommt. Die entgegenkommenden Brüder im Geiste haben keine Scheu vor Peinlichkeiten, ihrerseits.
MP3 530 und Trycity 300Trycity 300 und Peugeot 400
In den letzten fünf Jahren hat sich zu diesem Thema bereits viel getan und bei meinem Club, den Alster-Roller, fahren immer mehr PilotInnen auf drei Rädern mit.
Die Gründe mit einem dreirädrigen Motorroller zu fahren sind vielfältig. Ich lasse diese mal aussen vor. Denn es zählt ja, was der Fahrende daraus macht.
Und Jahreskilometerleistungen um die 8.000 -10.000 Kilometer (und mehr) sprechen für sich. Da kommt so mancher Schönwetterfahrer auf seinem fetten Motorrad in 10 Jahren nicht ran.
Mittlerweile gibt es reichlich Auswahl. Egal ob die Dreirad-Scooter von Piaggio, Yamaha, Peugeot, Kymco oder Quadro V3 kommen, Spass machen sie alle und an Leistung für den Spass und die Freude mangelt es auch nicht.
Man kann wählen zwischen 300 – 550 ccm und hat je nach Modell und Anbieter zwischen 25 – 51 PS zur Verfügung.
Das Fahren ist etwas anders als auf zwei Rädern, aber schnell hat man sich dran gewöhnt.
Ich persönlich freue mich über die Rollerfreunde mit drei Rädern. Und auf die nächste Tour mit Euch!
Vom 18. bis 23. Mai 2025 tauschten die Alster-Roller das norddeutsche Flachland gegen die kurvenreichen Straßen des Weserberglandes. Unser Basislager? Das berühmt-berüchtigte Bikerhotel Villa Löwenherz in Lauenförde. Was wir dort erlebten, war eine Mischung aus fahrerischen Herausforderungen, landschaftlichen Höhepunkten und unvergesslichen Momenten.
Tourstart mit Stärkung und smarter Kommunikation
Kasi, unser Mann für alle Fälle, hatte an seiner Werkstatt für den perfekten Start gesorgt: Stehtische, heißer Kaffee und Tee, dazu von mir organisierte Laugenstangen und Körnerbrötchen – so geht Tourvorbereitung! Zwölf Rollerbegeisterte standen bereit, angeführt von Manuel, der seinen Job als Tourguide über alle Tage hinweg souverän meisterte.
Besonders bewährt hat sich unser Headset-Testtag im Vorfeld. Eine absolut sinnvolle Entscheidung! So konnten wir uns während der Fahrt nicht nur über Ampelphasen und Kreuzungen abstimmen, sondern auch jede Menge Blödsinn schnacken. Kommunikation ist eben alles – besonders auf zwei Rädern!
Sonntag: Ankunft mit Hindernissen und herzlichen Begegnungen
Die Anreise nach Lauenförde war, sagen wir mal, „herausfordernd“. Die Zimmer im Hotel blieben leider eine Katastrophe, und der Inhaber zeigte sich wenig kooperativ. Die Rechnungsproblematik war schnell geklärt – meine Stornierung hatte schlicht keine neue Rechnung nach sich gezogen. Punkt.
Doch all das trat in den Hintergrund, als das Abendessen auf den Tisch kam: wie immer köstlich! Unsere Servicekraft – selbst begeisterte Rollerfahrerin – freute sich sichtlich über den Besuch der Gleichgesinnten. Ihre charmante Frage, wessen Sohn denn Mirko sei, zeigte einmal mehr, wie bunt gemischt unsere Alster-Roller-Familie ist: eine wunderbare Mischung aus Jung und Alt! Der erste Abend endete früh – wir waren alle ziemlich erledigt.
Montag: Navigations-Odyssee und atemberaubende Ausblicke
Nach einem ausgiebigen Frühstück sollte es richtig losgehen – doch der Start war holprig. Die von der Villa Löwenherz erhaltenen GPS-Tracks entpuppten sich als Navigations-Albtraum: Jedes Navi interpretierte sie anders, diverse Umleitungen machten die Sache noch komplizierter.
Kurzerhand wurde umgeplant: Ab Bad Arolsen ging es mit „Kurviger“ auf eigene Faust Richtung Edersee-Staudamm. Was folgte, waren traumhafte Landschaften und Kurven satt! Eine kleine Pause legten wir am Residenzschloss Arolsen ein – mit leckerem Eis und leider ziemlich teurem Kaffee.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete der Weser-Skywalk unweit des Hotels. Der Fußmarsch dorthin war zwar anstrengend, doch der Ausblick über das Wesertal war einfach grandios! Ein toller, wenn auch kräfteraubender Tag.
Dienstag: Goldwings, Weserstein und der Köterberg-Krimi
Ein Highlight für jeden Zweiradfan: das Goldwing-Zentrum „Haus Fuchs“ in Uslar. Hier schlagen Rollerherzen höher! Wunderschöne, liebevoll aufgebaute Maschinen und etliche Sondermodelle – ein echter Traum. Der Mitarbeiter vor Ort war unglaublich freundlich, erklärte uns viel und ließ uns sogar probesitzen, obwohl klar war, dass wir keine Kaufabsichten hatten.
Weiter ging es zum geschichtsträchtigen Weserstein in Hann. Münden, wo Werra und Fulda sich küssen und zur Weser werden. Nach einer Mittagspause steuerten wir die Sababurg an.
Am Abend fuhren wir in kleinerer Gruppe zum Sonnenuntergang auf den Köterberg. Jeder hatte wohl eine andere Vorstellung vom „Genießen“ des Moments, aber Spaß hatten wir definitiv – auch wenn wir anderen Besuchern den Augenblick womöglich etwas „verhagelt“ haben. Auf dem Rückweg zerfiel die Gruppe. Mein Fehler als Guide: Ich hatte zu wenig Rücksicht auf das Tempo genommen. Sorry an Manuel und Siegi, die den Rest des Weges allein fahren mussten!
Goldwing Fuchs in Uslar
Goldwing Fuchs in Uslar
Goldwing Fuchs in Uslar
Am Weserstein
Am Weserstein
Hann.Münden
Sagarburg
Sagarburg
Köterberg
Köterberg
Mittwoch: Fähr-Fahrten, kulinarische Entdeckungen und wichtige Lektionen
Eigentlich stand die Tour „Fünf Brücken und zwei Fähren“ auf dem Programm, doch unsere Navis hatten mal wieder eigene Ideen. Spontan bastelten wir uns eine neue Route – weniger Brücken, dafür mehr Fähren!
Erster Halt war der charmante Weser-Imbiss in Reileifzen. Schon vor sechs Jahren waren wir begeistert, und auch diesmal überzeugten der traumhafte Blick auf die Weser und das Top-Essen.
Zum Mittagessen kehrten wir im Biergarten des Grohnder Fährhauses ein. Leider hat der urige Hof einem bayerischen Biergarten weichen müssen – schade, wenn regionale Traditionen verschwinden.
Der Versuch, im Eiscafé Bruno am Schloss Bevern eine Kugel Eis zu bekommen, scheiterte leider am Ruhetag. Kurz vor dem Ziel zerfiel die Gruppe erneut. Diesmal lag es nicht am Tempo, sondern an mangelnder Aufmerksamkeit für den Hintermann. Ein anschließendes Kritikgespräch brachte einen wichtigen Lerneffekt für alle Beteiligten. Am Abend ging es noch einmal auf den Köterberg – gefolgt von einem entspannten Ausklang im Hotelbiergarten. Herrlich!
Donnerstag: Kühl, aber voller Highlights
Kühle 14 Grad – doch die gute Laune ließen wir uns davon nicht verderben!
Erstes Ziel: die Externsteine im Teutoburger Wald – eine beeindruckende Felsformation mit viel Geschichte. Dort gab es leckere Waffeln, gesponsert von Gerd – vielen Dank dafür!
Weiter ging es zum Hermannsdenkmal – und endlich ein erfolgreicher Besuch im Eiscafé Bevern! Kein Ruhetag, dafür aber ein Regenguss, genau wie vor sechs Jahren. Nach rund 250 Kilometern kamen wir durchgefroren, aber zufrieden im Hotel an. Schnell noch tanken, den Tag Revue passieren lassen und das Briefing für die Heimreise abhalten.
Bei den Externsteine
Bei den Externsteine
Am Hermandenkmal
Am Hermandenkmal
Eiscafe Bruno
In der Villa Löwenherz
In der Villa Löwenherz
Freitag: Die kalte Heimreise
Pünktlich um 9:00 Uhr traten wir die Rückreise an. Bei gerade einmal 8 Grad wollte das Thermometer lange nicht über die 10-Grad-Marke klettern – begleitet von immer wieder kräftigen Schauern. In Laatzen trennten sich unsere Wege zum ersten Mal – ein herzliches „Tschüs“ in alle Richtungen.
Das Wichtigste: Alle zwölf Teilnehmer sind gesund und munter zu Hause angekommen! Die Tour hat uns allen riesig Spaß gemacht – und wir freuen uns schon aufs nächste gemeinsame Abenteuer auf zwei Rädern.
PS: Ich hatte am Ende fast 1.600 km mehr auf dem Tacho
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